Symposium1

Bild: John, stock.adobe

Do. 15.01.2026

bis Fr. 16.01.2026

Symposium: WORK IN PROGRESS – Repräsentationen von Arbeit im Dokumentarfilm

Das Symposium der Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW e.V. (dfi) findet auch in diesem Jahr wieder in Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln statt – unter Mitwirkung von Prof. Alejandro Bachmann und Studierenden der KHM. Das Filmprogramm zeigt u. a. Filme der KHM-Absolvent*innen Anke Limprecht, Lukas Marxt, Katharina Pethke und Lia Sudermann.

Arbeit strukturiert unser Leben: Sie formt Alltagspraktiken, prägt Identitäten und konstituiert soziale Verhältnisse. Doch viele Arbeitsrealitäten sind uns fremd und bleiben unsichtbar, verborgen in Produktionshallen, digitalen Räumen, privaten Haushalten oder prekären Nischen.

Der Dokumentarfilm überschreitet in seinem Interesse an der Beobachtung, Archivierung und kritischen Befragung von Wirklichkeit kontinuierlich diese Schwellen der Sichtbarkeit, um das ins Bild zu rücken, was sich unserem Blick gewöhnlich entzieht: Arbeitskontexte, -praktiken und -prozesse sowie die Strukturen und Machtverhältnisse, in die sie eingebettet sind.

Das Symposium erkundet in gemeinsamen Sichtungen, Werkstattgesprächen, Vorträgen und informellen Diskussionsformaten die ästhetischen, ethischen und politischen Dimensionen der dokumentarischen Praxis in den Spannungsfeldern von Arbeit:

Welche Strategien entwickelt der Dokumentarfilm, um unsichtbare oder marginalisierte Arbeitsformen sichtbar zu machen? Wie zeigt er Arbeit im Wandel – von traditionellen Berufen bis zu neoliberalen Arbeitsideologien – und wie trägt er zu ihrer Archivierung bei? Aus welcher Position heraus blickt er auf oder spricht er über Arbeit? Welche sozialpolitischen Potenziale entfaltet er im Kontext seiner Entstehungszeit und aus heutiger Perspektive? Wie dekonstruiert er als Medium des Widerstands und der gesellschaftlichen Transformation ihre hegemonialen Bilder, um neue Narrative zu entwerfen? Und inwiefern werden Fragen der Repräsentation, die eigene dokumentarische Arbeit und ihre Produktionsbedingungen zum Gegenstand filmischer Reflexion?

Die Veranstaltung bietet Raum für theoretische Auseinandersetzung, praktischen Austausch und interdisziplinäre Vernetzung und richtet sich an Dokumentarfilmschaffende, Produzent*innen, Film- und Sozialwissenschaftler*innen sowie den filmischen und akademischen Nachwuchs, Journalist*innen, Aktivist*innen und alle, die sich für das Verhältnis von Arbeit, Gesellschaft und Dokumentarfilm interessieren.

Informationen zum Programm unter diesem Link.

Wann

15.01.2026
bis 16.01.2026

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Wo

Filmhaus Köln, Maybachstraße 111, 50670 Köln

Kosten

2 Tage: 55 € / 35 € ermäßigt 1 Tag: 35 € / 20 € ermäßigt1/2 Tag: 20 € / 12 € ermäßigt

Anmeldung

Unter diesem Link.

Veranstalter

Filmbüro NW e.V. (dfi) in Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln