Wissen teilen, Horizonte erweitern: Wissenschaft im Rathaus 2026

Wie funktioniert der TikTok-Shop? Welche Folgen hat die Cannabislegalisierung? Was ist die Wissenschaft hinter dem Waschen? Und wie beeinflusst die digitale Transformation unsere Medienmacht? Das sind nur einige der spannenden Fragen, denen Forschende bei „Wissenschaft im Rathaus“ auf den Grund gehen.

Einblicke in Kölner Forschung – nahbar und verständlich

An (fast) jedem ersten Montag im Monat berichten Wissenschaftler*innen aus Köln im Rathaus anschaulich und für alle verständlich über ihre aktuellen Projekte – von Digital Retail Media über Kinderbetreuung bis hin zu Ernährung und Gesundheit. So bekommen Sie einen direkten Einblick, woran in Köln geforscht wird und wie Wissenschaft unsere Zukunft gestaltet.

Austausch, Vernetzung und Inspiration

Die kostenlosen Vorträge bieten mehr als nur Informationen: Sie laden zum Dialog ein! Stellen Sie Fragen, diskutieren Sie mit den Expert*innen und tauschen Sie sich mit anderen Interessierten aus. „Wissenschaft im Rathaus“ schafft Raum für Begegnung und Vernetzung – denn wie wir zusammenleben wollen, ist auch eine wissenschaftliche Frage.

Seien Sie dabei – der Eintritt ist frei!

Sichern Sie sich Ihren Platz bei einem der 11 spannenden Vorträge im Rathaus. Entdecken Sie neue Perspektiven, erweitern Sie Ihren Horizont und werden Sie Teil des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Bild: contrastwerkstatt – stock.adobe.com

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Bild: Aleksej, stock.adobe.com

Mo. 05.01.2026

Wer sind die Verlierer der Cannabislegalisierung und was könnte zu ihrem Schutz getan werden?

Über Jahre hinweg wurde unverhältnismäßig laut und polarisierend über die seit 1.4.2024 gültige Cannabislegalisierung gestritten und medial berichtet. Profiteure sind seither noch lautere und präsentere Lobby-Akteure im Gesundheitswesen. Doch Cannabis – so irrelevant es gegenüber den Volksdrogen Alkohol und Nikotin auch ist – ist nicht frei Schäden und schon gar nicht – auch wenn manche Cannabishersteller es uns glauben machen wollen: gesund.

Wissenschaft im Rathaus
Bild: Pixaby

Mo. 02.02.2026

Der TikTok-Shop aus wissenschaftlicher Sicht

Innerhalb weniger Monate ist die Anzahl der Unternehmen und Händler, die Waren über den TikTok Shop in Deutschland vertreiben, von fünf auf über 14.000 angestiegen. Handelt es sich dabei um einen Hype oder einen neuen innovativen Vertriebskanal im Social Commerce, der den digitalen Handel grundlegend verändern wird?

Wissenschaft im Rathaus
Bild: ISM International School of Management

Mo. 02.03.2026

Digital Retail Media: The „Next Big Thing“ in der Marketingkommunikation des Handels?

Der weltweite Einzelhandel befindet sich im Umbruch: Aufgrund der Digitalisierung individuellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens verschiebt sich seit über zehn Jahren die Orientierung von Konsumenten wie Händlern vom stationären Handel in Richtung E-Commerce. Prof. Dr. Michael Kleinjohann präsentiert dieses komplexe digitale Ecosystem und systematisiert die Phänomene, Akteure und Stakeholder von Retail Media und die unterschiedlichen digitalen und physischen Erscheinungsformen.

Wissenschaft im Rathaus
Bild: Papyurssammlung, Institut für Altertumskunde, Universität zu Köln; Autorin des Scans: Charikleia Armoni

Mo. 04.05.2026

Wie wurde ein antiker Staat verwaltet? Gesellschaft und Institutionen in den griechischen Papyri aus dem Ägypten der Ptolemäerzeit (ca. 332 bis 30 v.Chr.)

Antike Papyri stellen eine einzigartige Informationsquelle zu verschiedenen Facetten des antiken Lebens dar. Da sie großenteils als Gebrauchstexte des Alltags mit einem praktischen Zweck verfasst wurden, gewähren sie uns einen ungefilterten Blick auf das Leben der Menschen in der Antike und auf die administrative Organisation ihrer Gemeinden. Dr. Riccardo Vecchiato von der Universität zu Köln gibt Einblicke dazu.

Wissenschaft im Rathaus
Bild: Hochschule Fresenius

Mo. 01.06.2026

Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit – wo stehen wir heute?

Ernährung und Gesundheit gehören für viele Menschen untrennbar zusammen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die bewusste Auswahl von Lebensmitteln. Doch was macht ein Lebensmittel wirklich gesund? Wie beeinflussen Superfoods, Eier oder Kekse unsere Gesundheit? Und ist es überhaupt sinnvoll, den Gesundheitswert einzelner Lebensmittel isoliert zu betrachten?

Wissenschaft im Rathaus
Bild: Scan eines Fanbriefs | Dänisches Filminstitut, Kopenhagen

Mo. 06.07.2026

Verehrung – und Ermächtigung: Die Fankultur des frühen Kinos

Das Starwesen im Kino braucht Fans: begeisterte Zuschauer*innen, die keinen Film verpassen, alles über ihren bewunderten Star sammeln und mit ihm oder ihr in Kontakt treten wollen. Doch während die Forschung sich intensiv mit den Stars beschäftigt hat, blieben die Fans lange im Dunkeln. Dies gilt insbesondere für die Stummfilmzeit, als jene Filmfankultur entstand, die wir heute noch kennen. Aber wer waren diese frühen Filmfans eigentlich, welche Fanpraktiken etablierten sie und welche Rolle spielte das Fan-Sein in ihrem Leben?

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Bild: iStock/Inna Reznik

Mo. 07.09.2026

Kinderbetreuung zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Trotz großer Ausbaubemühungen bleibt der Zugang zu Kita- und Ganztagsbetreuung vielerorts unzureichend. Besonders Familien mit geringem Einkommen, niedrigem Bildungshintergrund oder mit Migrationsgeschichte nutzen Betreuungsangebote seltener – weil sie keinen Platz finden oder die Kosten nicht tragen können. Erik Neimanns vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung zeigt in einer Studie, wie stark regionale Unterschiede sowohl zwischen Bundesländern als auch zwischen einzelnen Kommunen sind.

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Bild: Rawpixel.com, stock.adobe.com

Mo. 05.10.2026

Schwer wegzuwischen: Social-Media Sucht in Deutschland

Immer mehr Menschen verbringen einen großen Teil ihres Alltags in sozialen Netzwerken. Für manche wird diese Nutzung zur Belastung. Gemeinsame Studien der Macromedia University und YouGov zeigen: Rund 15 Prozent der Deutschen weisen typische Symptome einer Social-Media-Sucht auf. Doch ein verbreiteter Irrtum hält sich hartnäckig: Social-Media-Sucht vor allem ein Problem bei Kindern und Jugendlichen sei.

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Bild: Scheiblich/Heneka | Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns

Mo. 02.11.2026

Wenn Zellen aus dem Takt geraten – Einblick in die Ursachen neurodegenerativer Erkrankungen

Unsere Gesellschaft wird älter - und damit nehmen auch Erkrankungen zu, die das Gehirn betreffen, wie Alzheimer oder Parkinson. Was geschieht im Inneren der Nervenzellen, wenn diese Krankheiten entstehen? Warum funktioniert die Kommunikation zwischen den Zellen plötzlich nicht mehr so wie früher, und welche Rolle spielen dabei die sogenannten „Kraftwerke der Zelle“, die Mitochondrien?

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Bild: Universität zu Köln

Mo. 07.12.2026

Populismus, Propaganda, Zensur, Überwachung? Mediale Machtausübung in der digitalen Transformation

Demokratische Öffentlichkeiten und individuelle Freiheiten hängen unter anderem von medialen Voraussetzungen ab: Vom Schutz des privaten Lebens vor Überwachung, von der Freiheit, die eigenen Gedanken öffentlich zu äußern, von dem Vertrauen in Journalismus und politische Rede und der Aufklärung gegenüber Des- und Misinformationen. Prof. Dr. Stephan Packard führt in medienwissenschaftliche Perspektiven auf die digitale Transformation medialer Machtausübung ein und stellt zentrale Konzepte und empirische Ergebnisse vor.

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© pixabay/James Henry

Mo. 02.12.2024

Religiös-weltanschaulicher Frieden: Zur Rolle der Neutralität des Staates

Säkularisierung, also Trennung von Religion und Staat, sowie die Verteilung der Mächte in der Gesellschaft fordern die Verantwortung des Staates, zum religiös-weltanschaulichen Frieden in unserer Gesellschaft beizutragen. Anhand ausgewählter Beispiele zeigen Prof. Dr. Heike Pohl und Dr. Sarah Jahn (HSPV) praktische Herausforderungen und Umgangsweisen auf, die sich aus dem staatlichen Neutralitätsprinzips ergeben und stellen diese zur Diskussion.

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Bild: ISM Köln

Mo. 13.01.2025

Always on? Gesunder Umgang mit Medien im digitalen Zeitalter

Wie lässt sich der Medienumgang so planen, dass wir die Vorteile der Technologien nutzen, zugleich aber damit verbundene Risiken wie technologiebezogenen Stress umgehen? Die psychologische Forschung gibt Hinweise darauf, wie digitale Medien ohne negative Auswirkungen genutzt werden können, um ihr Potenzial mit Weitsicht auszuschöpfen. Daniel Thiemann, Prof. für Wirtschaftspsychologie an der ISM Köln, vermittelt einen Einblick.

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Bild: Jan - stock.adobe.com

Mo. 03.02.2025

Die Macht der Nichtwähler*innen: Knapp ein Viertel ohne Stimme?

Bei der vergangenen Bundestagswahl gab fast ein Viertel der Wahlberechtigten keine Stimme ab. Was wissen wir über die Gruppe der Nichtwähler*innen und welche Auswirkungen hat die Wahlenthaltung auf die anstehenden Bundestagswahlen? Dr. Manuela Blumenberg (GESIS) gibt einen Einblick in die aktuell laufenden Erhebungen der German Longitudinal Election Study GLES.

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Bild: EFStock - stock.adobe.com

Mo. 10.03.2025

Lebensabschnittsübergänge: Wie erleben junge Menschen den Übergang von der weiterführenden Schule zur Hochschule?

Der Übergang von der weiterführenden Schule zur Hochschule ist für junge Menschen ein wichtiger Meilenstein, da er sowohl das Leben des Einzelnen als auch die Gesellschaft insgesamt beeinflusst. Basierend auf interdisziplinärer Forschung in mehreren Ländern geht Professorin Dr. Céline Rojon (CBS) darauf ein, welche persönlichen und familiären, sozialen und kulturellen Faktoren den Übergang von der weiterführenden Schule zur Hochschule erleichtern bzw. erschweren können.

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Foto: Privatsammlung Tabarrani

Mo. 07.04.2025

Geschichte sichtbar machen: Die NS-Massaker in Italien und die Herausforderung der Täterforschung

Die Massaker, die während der deutschen Besatzung Italiens zwischen 1943 und 1945 verübt wurden, sind bis heute ein wenig beachtetes Kapitel der deutsch-italienischen Geschichte. Das Projekt “Die Massaker im besetzten Italien (1943-1945) in der Erinnerung der Täter” möchte einen Beitrag zur Aufklärung dieser begangenen Verbrechen leisten, um sie der Öffentlichkeit nach vielen Jahren des beidseitigen Schweigens differenziert zu präsentieren. Projektleiter Dr. Carlo Gentile (Universität zu Köln) stellt die bisherigen Ergebnisse vor.

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Bild: Exzellenzcluster CEPLAS

Mo. 05.05.2025

Nutzung molekularer Genscheren in Pflanzen – Potenzial und Anwendungen

Molekulare Genscheren, auch unter CRISPR/Cas-Technologie bekannt, haben die Grundlagen und angewandte Forschung in Medizin und Pflanzenforschung stark beschleunigt. Dr. Götz Hensel (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, CEPLAS-Mitglied) wird die Grundlagen der Technologie vorstellen, während die Nachwuchswissenschaftlerin Susanne Vollmer (Mitglied CEPLAS-Graduiertenschule, Universität zu Köln) Einblicke in ihre aktuelle Forschung geben wird.

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Bild: Simon Wegener

Mo. 02.06.2025

Quantencomputer: Wozu lassen sie sich schon heute nutzen?

Quantencomputer haben in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit als potentielle Super-Rechner erhalten, die selbst die schwierigsten Probleme lösen können. Wie ist es zu diesem Hype gekommen? Wie sehen Quantencomputer heute aus und was können wir mit ihnen machen? Und wo bringt uns diese Technologie in den kommenden Jahren hin? Zu diesen Fragen wird Prof. Dr. Simon Trebst (ML4Q,Universität zu Köln) berichten.

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Bild: Luna-Anlage im Mondschein / DLR/ ESA

Mo. 07.07.2025

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR): Forschung für Himmel und Äd

Dass in Wahn, am Rande Kölns, für die Luft- und Raumfahrt geforscht sowie Astronauten ausgebildet werden, ist vielen bekannt. Doch was hat ein Sonnenofen und die Energieforschung damit zu tun? Welche Möglichkeiten eröffnet die Digitalisierung? Was passiert an den anderen DLR-Standorten der Region und wie entwickeln sich diese in Zukunft? Dr. Melanie von der Wiesche nimmt die Besucher*innen mit auf eine Reise durch NRW.

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Bild: mbruxelle - stock.adobe.com

Mo. 01.09.2025

Was ist los mit der UN? Anspruch und Wirklichkeit der Vereinten Nationen

Zu den universellen Zielen und Grundsätzen der UN bekennen sich alle 193 Mitgliedstaaten. Als erstes Ziel wird eine „responsibility to protect“ genannt, Völkermorde sollten verhindert werden. Inwiefern kamen und kommen aktuell die UN in den letzten Jahrzehnten dieser Verantwortung nach? Professorin Dr. Petra Schmidt (FHM) zeigt verschiedene Beispiele auf und erörtert Hintergründe des jeweiligen Agierens der UN.

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Foto: christian - stock.adobe.com

Mo. 06.10.2025

Krisenfest durch Medien: Worauf wir bestehen und was wir verstehen sollten

Krisen können über Nacht passieren; die Ahrtalflut im Juli 2021 ist dafür ein Beispiel. Professorin Dr. Marlis Prinzing (Macromedia) stellt vor, was sie und ihr Team aus Interviews mit Menschen in einer Notlage, mit Helfenden und mit Journalist:innen über Empathie, Sachgerechtigkeit und Empowerment erfahren haben, was Medien und was jeder Einzelne daraus lernen kann und warum es keinem egal sein sollte, wie gut Medien in offizielle Warnketten eingebunden sind.

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Foto: rawpixel.com, stock.adobe.com

Mo. 03.11.2025

Wie viel Sprach(en)unterricht brauchen geflüchtete Kinder?

Junge Menschen kommen aus unterschiedlichen Gründen nach Deutschland. Doch alle haben zunächst in der Schule die gleiche Aufgabe: Deutsch lernen. Wie viel und was für einen Sprach(en)unterricht brauchen neuzugewanderte Schüler*innen, um eine faire Chance auf angemessene Bildung zu haben? Professorin Dr. Nicole Marx (Uni Köln) gibt einen Einblick in ihre Forschungsergebnisse.

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Bild: DanRentea, stock.adobe.com

Mo. 01.12.2025

Influencer: Held*innen mit Durchblick oder digitale Verkäufer*innen?

Die sozialen Medien prägen unsere Zeit: Follower und Interaktionsraten gelten als neue Währung für die Bewertung von Bedeutung in der öffentlichen Wahrnehmung. Wieviel Einfluss haben Influencer*innen wirklich? Professorin Dr. Amelie Duckwitz (TH Köln) berichtet über neueste Ergebnisse aus der Medien- und Medienwirkungsforschung zu Influencer*innen und ordnet Rollenzuschreibungen ein.

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