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Sport im Winter

Nützliche Tips

Die Sportmedizinerin leitet die Abteilung für Bewegungs- und Gesundheitsförderung am Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft an der Sporthochschule Köln (DSHS) und spricht in einem Interview mit dem Magazin Spektrum über sportliche Aktivitäten im Winter.

Wie stark bläst der Wind, und wie empfinde ich die Temperatur auf der Haut? Das kann von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich sein, sollte aber immer mit berücksichtigt werden. Das macht es so schwierig, da eine genaue Gradzahl anzugeben.

Allgemein gilt: Je niedriger die Lufttemperatur, desto größer ist der Unterschied zur Atemtemperatur – und damit die Anstrengung für den Körper. In der Literatur wird meist empfohlen, bei unter minus 10 Grad Celsius nicht mehr draußen zu trainieren. Unter minus 20 Grad Celsius sollen auch keine Wettkämpfe mehr ausgetragen werden. […]

Ich rate dazu, sich nach dem Zwiebelprinzip anzuziehen: Lieber mehrere dünne Schichten anstatt einer dicken. Damit kann man sich besser an die Temperatur anpassen, etwa eine Schicht ablegen, wenn es zu warm wird.

Starkes Schwitzen sollte man vermeiden, denn dadurch kühlt der Körper schneller aus und die Erkältungsgefahr steigt. Sehr wichtig sind außerdem Mütze und Handschuhe: Sind Kopf und Hände unbedeckt, geben wir über sie überproportional viel Körperwärme ab. […]

Es ist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die uns nach dem Sport anfälliger für Erkältungen machen, man bezeichnet das auch als »Open-Window-Effekt«. Damit wird vor allem der belastungsbedingt geringere Immunschutz beschrieben. Deshalb lautet die Devise: Nach dem Sport so schnell wie möglich ins Warme. […]

Vollständige Quelle: SPEKTRUM