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Präsentation zeitgenössischer Kunstwerke

Authentizität bewahren

„Zeitgenössische Kunst kann aktionsorientiert, variabel und auf Veränderung ausgelegt sein. Häufig sind mediale und interaktive Komponenten enthalten, die entweder technisch veralten oder durch häufige Nutzung verschleißen können. Das erschwert die Entscheidung, wie Kunstwerke für die Zukunft authentisch bewahrt werden sollten. Aus diesem Grund benötigen wir ein Entscheidungsfindungsmodell, das auch für diese Kunstwerke der Gegenwart funktioniert“, sagt Prof. Dr. Gunnar Heydenreich vom Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft (CICS) von der TH Köln. […]

Wesentliche zu berücksichtigende Aspekte sind in Form von Fragen im Modell verankert, die jetzt im Hinblick auf zwei Kunstwerke weiterbearbeitet wurden. Ziel der Fallstudien war es, das bisher auf theoretischen Erkenntnissen und abgeschlossenen Restaurierungen basierende Modell auf seine praktische Anwendbarkeit für die Erhaltung und Präsentation zeitgenössischer Kunst hin zu überprüfen. […]

„Einige Fragen wurden durch die Überprüfung in der Praxis geschärft oder neu sortiert, da ihre vorherige Position nicht zielführend war“, sagt Giebeler. Insgesamt haben die zwei Fallstudien jedoch gezeigt, dass das Modell Restauratorinnen und Restauratoren eine sehr gute Struktur für die Entscheidungsfindung im beruflichen Alltag bietet. Es soll künftig auch in studentischen Lehrforschungsprojekten eingesetzt werden. Das Forschungsprojekt „Decision-Making Model for Contemporary Art Conversation und Presentation“ wurde von der Wüstenrot Stiftung gefördert.

Vollständige Quelle: TH Köln