© pexels | pixabay

Pokemonas

Verwandtschaft zu Lungenparasiten

Ein Forschungsteam der Universität zu Köln (UzK) hat in Amöben bisher unbeschriebene Bakterien entdeckt, die mit Legionellen verwandt sind und möglicherweise sogar Krankheiten hervorrufen können.

Die Forscher:innen aus der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Michael Bonkowski vom Institut für Zoologie haben eine der neuen Bakteriengattungen „Pokemonas“ genannt, da sie in kugelförmigen Amöben lebt, vergleichbar mit Pokémon im gleichnamigen Videospiel, die dort in Bällen gefangen werden. Die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit sind in der Fachzeitschrift „Frontiers in Cellular and Infection Microbiology“ veröffentlicht.

Bakterien der Ordnung Legionellales haben schon lange das Interesse der Wissenschaft geweckt, denn einige dieser Bakterien sind dafür bekannt, bei Mensch und Tier Lungenerkrankungen hervorrufen zu können – so etwa die „Legionärskrankheit“, die durch die Art Legionella pneumophila ausgelöst wird und mitunter tödlich verlaufen kann.

Die Legionellales-Bakterien leben und vermehren sich als intrazelluläre Parasiten in den Zellen von Mikroorganismen als Wirte. Die Wirte der Legionellales sind insbesondere Amöben. Der Begriff „Amöbe“ beschreibt dabei eine Vielzahl an Mikroorganismen, die nicht näher miteinander verwandt sind, die aber eine veränderliche Gestalt und kriechende Fortbewegung mittels Scheinfüßchen gemeinsam haben. […]

Diese neuen Erkenntnisse sollen in Zukunft dazu beitragen, die Verwandtschaftsverhältnisse der Legionellales-Bakterien sowie die Beziehungen zu ihren Wirtsorganismen und die Infektionswege besser zu verstehen, um Ausbrüche der Krankheiten bei Menschen zu verhindern. […]

Vollständige Quelle: UzK