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Olympia, Doping und Ethik

Eiskunstläuferin Kamila Walijewa

“Was wir hier als Fernsehzuschauer erlebt haben war eine sportethische Katastrophe. Ein 15-jähriger Teenager wird öffentlich zu einer sportpolitisches Kunstfigur hochgezüchtet. Inklusive Staatsdoping. Und dann, wenn das Kind vor lauter Druck nicht mehr funktioniert, wird es öffentlich von der eigenen Schinderin, pardon: Trainerin gedemütigt. Und die Weltöffentlichkeit schaut bequem auf dem Fernsehsessel zu. Hier muss Schluss sein. Man kann Katharina Witt nur beipflichten: Ändert die Statuten ganz dringend und lasst bei Olympiaden in Zukunft nur Sportler ab 18 Jahren zu. Dass minderjährige Mädchen zu Opfern eines neuen sportpolitischen kalten Krieges gemacht werden ist vor allem Eines: Beschämend und Beängstigend. Es bleibt zu hoffen, dass dieses junge Sporttalent jetzt nicht auf Dauer gebrochen ist,“ so Prof. Dr. Marcus Bölz (Fachhochschule des Mittelstandes).

Prof. Dr. Marcus Bölz ist wissenschaftlicher Studiengangsleiter des Studiengangs Sportjournalismus & Sportmarketing (B.A.) an der FHM und äußert sich zu den aktuellen Geschehnissen bei Olympia. Für die erst 15-jährige Eiskunstläuferin Kamila Walijewa hat das gestrige Eiskunstlauf-Finale ein bitteres Ende genommen. Nach Dopingvorwürfen und einer fehlerhaften Kür erntet die junge Eiskunstläuferin von ihrer Trainerin lediglich Vorwürfe statt Mitgefühl. […]

Vollständige Quelle: FHM