
CEFAM_Uniklinik
Bild: (v.l.) Prof. Dr. Jörg Dötsch, Ina Brandes MdL und Prof. Dr. Edgar Schömig, Foto: Michael Wodak/Uniklinik Köln
Neues Centrum für Familiengesundheit (CEFAM)
Neubau bündelt Versorgung von Frauen, Kindern und Jugendlichen
Es ist das derzeit größte Bauprojekt auf dem Campus der Uniklinik Köln: Gemeinsam mit der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Brandes MdL, ist am 30.09.2026 der Grundstein für das Centrum für Familiengesundheit (CEFAM) gelegt worden.
Der geplante Gebäudekomplex schafft moderne Versorgungsstrukturen für Frauen, Kinder und Jugendliche sowie Früh- und Neugeborene und wird künftig auch die Zentrale Notaufnahme sowie erweiterte Operationskapazitäten beherbergen. Das Land Nordrhein-Westfalen investiert rund 748 Millionen Euro in Bau und Ersteinrichtung des CEFAM.
Nun nimmt das Gebäude sichtbar Gestalt an: Der Bau der insgesamt zwölf Geschosse – 9 oberirdisch und 3 unterirdisch – hat begonnen. Die Bodenplatte ist bereits fertiggestellt. Die traditionelle Grundsteinlegung markiert nun einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Errichtung des Neubaus. Das Vorhaben ist ein zentraler Baustein des baulichen Masterplans der Uniklinik Köln.
Ina Brandes MdL, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, erklärt:
„Mit dem CEFAM entsteht ein Neubau, der die Bedürfnisse von Familien konsequent in den Mittelpunkt stellt. Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin sowie die Versorgung von Früh- und Neugeborenen und ihrer Mütter werden hier unter einem Dach zusammengeführt. So entstehen beste Voraussetzungen für eine moderne medizinische Versorgung und eine enge Begleitung von Kindern und ihren Eltern.
Wir investieren gezielt in moderne Universitätskliniken, die das Rückgrat unserer medizinischen Versorgung sind. Das gilt für die Behandlung von Patientinnen und Patienten, die Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte von morgen und die Erforschung neuer Therapien!“
Im Mittelpunkt des Projekts steht das Centrum für Familiengesundheit (CEFAM), das die zentralen Bereiche der Frauen- und Kinderheilkunde, einschließlich der Geburtsmedizin und der Versorgung von Früh- und Neugeborenen, räumlich zusammenführt. Damit ermöglicht es eine moderne, integrierte Versorgung und stärkt die Notfall- und OP-Strukturen der Uniklinik Köln nachhaltig.
„Mit der Grundsteinlegung für das Centrum für Familiengesundheit nimmt ein zentraler Baustein unseres baulichen Masterplans weiter konkrete Gestalt an. Das CEFAM ist das aktuell größte Bauprojekt auf unserem Campus und ein echter Quantensprung für unsere Infrastruktur.
Durch die räumliche Bündelung von Notfall- und OP-Kapazitäten mit spezialisierten Pflegestationen und den Einsatz digitaler Planungsmethoden wie dem Building Information Modeling optimieren wir die Krankenversorgung sowie die betrieblichen Abläufe nachhaltig“,
so Univ.-Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln.
Der Neubau umfasst 264 Betten inklusive Rooming-in-Möglichkeiten für Eltern, sechs Kreißsäle mit zwei unmittelbar angegliederten Sectio-OP-Sälen sowie eine gemeinsame Station für Geburtsmedizin und Neonatologie.
Darüber hinaus entsteht ein zentraler Operationsbereich mit acht Sälen sowie ein zusätzlicher septischer Operationssaal. Die neue Zentrale Notaufnahme wird direkt an das Zentralklinikum angebunden und ermöglicht damit kurze Wege zu Diagnostik und Behandlung.
Über ein Verbindungsbauwerk werden die neuen OP-Bereiche an die bestehende Infrastruktur angeschlossen und künftig über eine gemeinsame Magistrale mit den weiteren OP-Kapazitäten der Uniklinik Köln vernetzt. Ein neu gestalteter Eingangsbereich an der Kerpener Straße sowie zusätzliche Grün- und Aufenthaltsflächen verbessern die Orientierung auf dem Campus und tragen zugleich zu dessen städtebaulicher Weiterentwicklung bei.
Das Ziel des Projekts ist es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter zu stärken, moderne Behandlungsabläufe zu unterstützen und eine hochwertige Infrastruktur für Patientinnen und Patienten zu schaffen.
„Das CEFAM vereint die Frauenheilkunde, Geburts-, Kinder- und Jugendmedizin unter einem Dach, um Eltern von Anfang an eng in die Behandlung ihrer Kinder einzubinden. Mit 264 Betten, modernen Rooming-in-Möglichkeiten und einer gemeinsamen Station für Geburtsmedizin und Neonatologie schaffen wir ideale Voraussetzungen – insbesondere für die hochspezialisierte Betreuung von Risikoschwangerschaften und Frühgeborenen.
Das neue Gebäude verbindet erstklassige Medizin mit einer familienfreundlichen Versorgungs- und Betreuungsinfrastruktur, die weit über reine Raumkonzepte hinausgeht und auch psychosoziale Hilfen sowie Lotsendienste umfasst“,
sagt Univ.-Prof. Dr. Jörg Dötsch, Direktor der Kinder- und Jugendmedizin und Sprecher des CEFAM an der Uniklinik Köln.
Für Planung und Bau des CEFAM setzt die Uniklinik Köln auf die BIM-Methode (Building Information Modeling). Durch die digitale Vernetzung aller Planungs- und Baudaten können Prozesse effizienter gesteuert und Entscheidungen auf einer fundierten Datengrundlage getroffen werden.
Gleichzeitig entsteht ein digitaler Gebäudezwilling, der den späteren Betrieb der hochkomplexen Klinikimmobilie unterstützt und die Grundlage für ein nachhaltiges Gebäudemanagement schafft.
Die Inbetriebnahme der neuen Zentralen Notaufnahme ist für das vierte Quartal 2031 vorgesehen. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts soll im ersten Quartal 2033 erfolgen. Die Bauherrenvertretung, das Projektmanagement und die Generalplanung liegen bei der medfacilities GmbH, einem Tochterunternehmen der Uniklinik Köln.
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