
Sonnenblume
Bild: Sergii Figurnyi, stock.adobe
Mi. 08.07.2026
NAW.NRW Ringvorlesung – „GEMEINSAM NACHHALTIG“: Grünes Wachstum: Warum kontrollierte De-Growth-Strategien beim Materialverbrauch alternativlos sind
Seit 2023 lädt die Nachhaltigkeitsallianz für angewandte Wissenschaften NRW (NAW.NRW) zur Ringvorlesung „GEMEINSAM NACHHALTIG“ ein: In der Vorlesungszeit gibt es immer am zweiten Mittwoch des Monats gut verständliche Vorträge mit anschließender Diskussion – gleichzeitig online und vor Ort in der ausrichtenden Hochschule.
Die Veränderung hin zu einer nachhaltigeren Lebensweise ist eine dringende und zugleich spannende Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Sie erfordert die Zusammenarbeit vieler Menschen und Institutionen, um Verbesserungen in verschiedenen Bereichen zu erreichen.
Die öffentliche Ringvorlesung bietet einen Gesprächsanlass und zeigt Wege auf, wie dieser Wandel gelingen kann und an welchen Lösungen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften ganz konkret arbeiten.
Dabei wird gesellschaftliche Transformation aus verschiedenen Perspektiven der Natur- und Geisteswissenschaften beleuchtet. Neben Fachwissen werden auch Chancen und Herausforderungen der einzelnen Themen verständlich vermittelt.
Die Live-Ringvorlesung wurde an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg konzipiert und wird vom Nachhaltigkeitsteam der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe gemeinsam mit einer hochschulübergreifenden Arbeitsgruppe organisiert. Sie findet an wechselnden Orten der beteiligten Hochschulen statt und ist zudem online über einen Livestream zu verfolgen.
Ob Bürger*innen, Studierende oder Mitarbeitende der Hochschulen – alle, die sich für aktuelle Nachhaltigkeitsthemen interessieren, sind herzlich eingeladen!
Hinweis: Wenn Sie sich für einen Termin der Ringvorlesung online angemeldet haben, erhalten Sie am Vortag der jeweiligen Veranstaltung eine E-Mail mit den Einwahl- und Zugangsdaten.
Grünes Wachstum: Warum kontrollierte De-Growth-Strategien beim Materialverbrauch alternativlos sind
Für die Rückkehr in den sicheren und gerechten Handlungsraum innerhalb der Planetaren Grenzen, muss der Pro-Kopf-Verbrauch reduziert werden.
Bereits seit den 1970er Jahren beschreibt die IPAT-Formel des Umweltökonomen Barry Commoner die Beiträge von Bevölkerungswachstum (P), Pro-Kopf-Verbrauch (A) und Technologische Entwicklungen (T) zu den negativen Impacts für Umwelt und Gesellschaft (I).
Unbestritten ist, dass wir uns bezüglich vieler ökologischer und sozialer Belastungsindikatoren bereits weit außerhalb der wissenschaftlich fundierten „planetaren Grenzen“ eines sicheren und gerechten Umweltraumes befinden, und dementsprechend trotz unbestreitbarer Fortschritte in der Umwelttechnologie (T, „grünes Wachstum“) weiterhin negative Impacts und damit eine Überschreitung dieser Grenzen verantworten.
Wird aus ethischen Gründen das Bevölkerungswachstum als gegeben „hingenommen“, müssen sich ökonomische und gesellschaftliche Strategien zur Rückkehr innerhalb der planetaren Grenzen offensichtlich auf den Pro-Kopf-Verbrauch konzentrieren (De-Growth). Zu berücksichtigen sind dabei auch die sogenannten „rebound-effects“ der Dynamik zwischen Technologie und Pro-Kopf-Verbräuchen.
Weitere Informationen unter diesem Link.
Wann
08.07.2026
17:15 – 18:30 Uhr
Termin in den eigenen Kalender importieren
Wo
HS Niederrhein, Richard-Wagner-Straße 97, 41065 Mönchengladbach, Gebäude Z, Raum Z E36 sowie online
Kosten
keine
Anmeldung
Unter diesem Link.
Veranstalter
Hochschule Ostwestfalen-Lippe
