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Nachgefragt bei Prof. Dr. Peter Stenzel

Forschungsgebiet Wasserstoff-Systemtechnik

Prof. Dr. Peter Stenzel ist im Wintersemester 2021/22 für das Lehr- und Forschungsgebiet Wasserstoff-Systemtechnik an an die Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme berufen worden.

Studium der Umwelttechnik und Ressourcenmanagement an der Ruhr-Universität Bochum.
Promotion „Potentiale der Osmose zur Erzeugung und Speicherung von Elektrizität“ an der Ruhr-Universität Bochum.

Berufliche Stationen (Auszug)
– Post-Doc am Institut für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrums Jülich
– Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter im Institutsbereich Technoökonomische Systemanalyse (IEK-3) des Forschungszentrums Jülich
– Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter im Institutsbereich Systemforschung und Technologische Entwicklung (IEK-STE) des Forschungszentrums Jülich
– Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Innovative Energiesysteme (ZIES) an der Fachhochschule Düsseldorf

Als Kind wollte ich gerne Lokführer werden. Besonders fasziniert haben mich Dieseltriebwagen. Heute kann ich mich auch für wasserstoffbetriebene
Züge begeistern.

Das Beste an meinem Studium war der Pioniergeist in einem neuen Studiengang mit spannenden Schwerpunkten rund um die Themengebiete erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit. Die dort entstandenen Freundschaften zu Kommilitonen und Kontakte zu inspirierenden Forschern bestehen zum großen Teil bis heute.

Das Potenzial wasserstoffbasierter Energiesysteme ist sehr groß, da Wasserstoff aufgrund seiner Eigenschaften als gasförmiger, speicherbarer und aus erneuerbarem Strom herstellbarer Energieträger sehr flexibel einsetzbar ist und somit das fehlende Puzzleteil in treibhausgasneutralen Energiesystemen darstellen kann.

Mein fachliches Steckenpferd ist die Auslegungs- und Betriebsoptimierung wasserstoffbasierter Energiesysteme sowie die Bewertung innovativer Technologien im Kontext nachhaltiger Energiesysteme.

Ich möchte einen Schwerpunkt setzen in der Begleitforschung von Umsetzungsprojekten im Wasserstoffbereich. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, wo viele Ideen aus dem Labor in die Demonstration kommen, kann angewandte Forschung einen wesentlichen Beitrag für langfristige Erfolge liefern.

Ich würde gerne herausfinden, wie wir es schaffen können, die Energiewende als Gesellschaft mit allen Herausforderungen und dem gegebenen Zeitdruck erfolgreich meistern zu können.

Der beste Ort für gute Ideen ist überall dort, wo man zur Ruhe kommt und sich Zeit zur Reflexion von wichtigen Fragen ergibt. Dies kann bei der Arbeit im Garten, einem Ausflug in die Natur oder auch mitten in der Nacht im Bett sein.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe, ist Erebus von Michael Palin. Eine spannende und faszinierende Geschichte der großen Polarexpeditionen der HMS Erebus und der HMS Terror unter Bedingungen, die heute unvorstellbar sind.

Vollständige Quelle: TH Köln