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Mixed-Reality

Weltpolitische Ereignisse erlebbar machen

Die preußischen Gärten rund um die Glienicker Brücke in Berlin und Potsdam haben zahlreiche weltpolitische Ereignisse wie die Trennung Deutschlands und die Wiedervereinigung miterlebt. Um die vielschichtige Historie während des Kalten Krieges erlebbar zu machen, entwickelt das Cologne Game Lab (CGL) von der TH Köln gemeinsam mit der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten derzeit ein Mixed-Reality-Spiel. […]

Mixed Reality ist eine Kombination aus realer und computergenerierter Wirklichkeit. Im Gegensatz zu Virtual Reality wird dabei keine neue Welt, sondern eine Erweiterung der physischen Umgebung kreiert – im Fall von „Border Zone“ über mobile Endgeräte. „Vorgesehen ist, dass Spielerinnen und Spieler über die Anwendung verschiedene Spuren von Schuhprofilen in der realen Parklandschaft sehen“, erklärt Katharina Tillmanns, die das Projekt am CGL künstlerisch-wissenschaftlich begleitet. […]

In den 3D-Dioramen sollen alltägliche Situationen an der deutsch-deutschen Grenze erzählt werden. „Wir möchten den Besucherinnen und Besuchern des Parks den Alltag an der Mauer näherbringen und konkrete Momente erfahrbar machen. Das kann zum Beispiel eine Situation mit einer Familie sein, die einen Ausflug im Park unternimmt, davon ein Foto machen möchte und von Grenzsoldaten angesprochen wird“, sagt Sebastian Stricker, der gemeinsam mit Rebecca Nöll und Pierre Schlömp vom CGL an der jetzt abgeschlossenen Pre-Production – also an der Erstellung eines detaillierten Konzeptes – beteiligt war. […]

Die Spielenden sollen aber nicht nur Zuschauerinnen und Zuschauer der Dioramen sein, wie Katharina Tillmanns betont: „Nutzende sollen die Szenen nicht nur passiv rezipieren, sondern auch räumlich in sie hineintreten können. Dazu werden wir Mechaniken entwickeln, die eine körperliche Interaktion mit den Szenen und den dargestellten Charakteren ermöglichen. Das können zum Beispiel Aufgaben wie das Übergeben von digitalen Gegenständen sein.“ Diese Spielmechaniken werden nun in den nächsten Schritten des Projektes weiterentwickelt und programmiert. […]

Vollständige Quelle: TH Köln