© Laura Brendel

MEnergie – Meine Energiewende

Mit VR die Energiewende verständlicher machen

„In die Debatte zur Energiewende fließen viele Vorurteile ein. Es kursieren Websites mit Falschinformationen im Netz, teils mit Verschwörungstheorien. Hinzu kommt, dass auch die Inhalte seriöser Quellen, den Nutzen und die Notwendigkeit der Energiewende oft nicht verständlich darstellen. Zusammengenommen führt dies dazu, dass der sichtbare Ausbau von Infrastruktur und erneuerbarer Energien bei Teilen der Bevölkerung auf Unmut stößt“, sagt Dr. Valerie Varney vom Institut für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik. Daher ist das Ziel des Forschungsprojekts „MEnergie – Meine Energiewende“, die Akzeptanz für die Energiewende in der Gesellschaft durch digitale Kommunikationsformate zu steigern und die Potenziale erkennbar zu machen.

Dafür werden zunächst die spezifischen Informationsbedarfe, Vorurteile und Ängste zur Energiewende verschiedener Zielgruppen erfasst. Dazu zählen insbesondere die Jahrgänge zwischen 1980 und 2012 als aktuelle und zukünftige Entscheidungsträger*innen in Bezug auf Immobilien, Fahrzeuge und Konsumgüter. Außerdem werden Bürger*innen mit geringem Einkommen berücksichtigt. „Sie wurden bisher wenig in den Dialog einbezogen, könnten jedoch als Mieter*innen von der Energiewende profitieren“, so Varney. Immobilienbesitzer*innen werden ebenfalls angesprochen, da viele von ihnen Häuser bislang kaum umrüsten und gerade im Gebäudesektor große Einsparpotenziale durch energetische Sanierungen und den Einbau effizienter Technik sowie Nutzung erneuerbarer Energien liegen.

Darauf aufbauend sollen zielgruppenspezifische Kommunikationskonzepte entwickelt werden, die den Stand der Technik von erneuerbaren Energien erläutern. Dies geschieht durch die starke Einbindung in die Lehre und durch Formate, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Formate sollen bestehende Sorgen nehmen, wie beispielsweise vor Stromausfällen, sowie vor allem auch die positiven Effekte und Einsparmöglichkeiten durch den Einsatz erneuerbarer Energien erklären. Es kommen Social Media, spielerische Ansätze wie Serious Games sowie die Technologien Virtual und Augmented Reality zum Einsatz. „Die AR- und VR-Technologien ermöglichen durch ihren immersiven Charakter ein aktives Erleben der komplexen Zusammenhänge der Energiewende“, so Varney. Beispielsweise kann dadurch gezeigt werden, wie ein Windrad hinter dem eigenen Haus aussieht.

Vollständige Quelle: TH Köln