© pixabay | Jarmoluk

Förderung der Nierenforschung

Zweite Förderperiode bewilligt

Weltweit steigt die Zahl der Menschen, die an einer chronischen Nierenerkrankung leiden. Dabei spielen Erkrankungen des Nierenfilters, der Glomeruli, eine herausragende Rolle. Bisher hat das zunehmend detaillierte Verständnis der Ursachen jedoch nicht zu verbesserten Therapieoptionen geführt. Mit dem Ziel vor Augen, die Behandlung von Nierenpatienten weiter zu optimieren, hat die von der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Klinische Forschungsgruppe (KFO) 329 vor drei Jahren ihre Arbeit aufgenommen. […]

Mehr als 200 Millionen Menschen leiden an den Folgen einer chronischen Niereninsuffizienz. Dabei spielen Erkrankungen des Nierenfilters, der Glomeruli, eine herausragende Rolle. Im Mittelpunkt glomerulärer Erkrankungen stehen Schädigung und Verlust der glomerulären Epithelzellen, der Podozyten. In den vergangenen Jahren wurde eine Reihe von Mutationen in Genen identifiziert, die spezifisch in Podozyten exprimiert werden und ursächlich für das Auftreten einer Proteinurie, Glomerulosklerose sowie einer terminalen Niereninsuffizienz im Verlauf sind. Diese und andere Studien haben unser Verständnis über die Funktionsweise des Nierenfilters revolutioniert. Bereits der physiologische Verlust von Podozyten im Alter führt zu einer zunehmenden Nierenfunktionseinschränkung. Dabei können eine Vielzahl von Signalwegen die podozytäre Funktion beeinträchtigen und histo-pathologisch zu dem Bild der fokalen und segmentalen Glomerulosklerose (FSGS) führen. Dieses zunehmend detailliertere Verständnis hat bisher jedoch nicht zu verbesserten Therapieoptionen geführt. […]

Im Rahmen dieser Forschungsgruppe sollen die molekularen Erkenntnisse über spezifische Signalwege sowie Genmutationen, die an der Entwicklung der FSGS beteiligt sind, dazu beitragen, um neue diagnostische und therapeutische Ansätze für Patienten mit FSGS zu etablieren. […] Dabei besteht eine enge Kooperation mit dem Zentrum für klinische Studien an der Universität zu Köln, um ein deutschlandweites Register für Nierenbiopsie-, Serum- und Urinproben sowie die entsprechenden medizinischen Verläufe von FSGS-Patienten zu etablieren. […]

Vollständige Quelle: Uniklink Köln