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Ernährung im eSport

Zwischen Klischee und Realität

Neben der Computer-Maus die Dose Red Bull, neben der Tastatur die Tüte Chips – so stellen sich viele die Ernährung im eSport vor. „Der Energydrink gehört zwar tatsächlich für viele dazu“, so Professor Ingo Froböse, Leiter des Instituts für Bewegungstherapie und bewegungs­orientierte Prä­vention und Rehabilitation der Deutschen Sporthoch­schule Köln (DSHS), „doch insgesamt ernähren sich die eSportler*innen sogar besser als die Allgemeinbevölkerung.“

Trotzdem liegt der Zuckerkonsum insgesamt deutlich unter dem der Allgemein­bevölkerung. Egal ob Softdrinks, Schokolade oder andere Süßwaren, eSport­ler*innen verzehren weniger als andere Gruppen. Auch die Chipstüte bleibt – anders als vermutet – im Supermarktregal liegen.

Umgerechnet durchschnitt­lich eine Tafel Schokolade pro Woche und eine Müslischale voll Salzgebäck deu­ten auf ein gesundheitsbewusstes Essverhalten der Spieler*innen hin. Auch Fast Food und Fertigprodukte kommen im Schnitt nur zweimal in der Woche auf den Tisch. Das Klischee vom schnellen Pizzastück vor der Konsole scheint also passé. […]

„Wir sehen bei den eSport­ler*innen dasselbe Problem wie in der Allgemeinbevölkerung: Es landet nach wie vor zu viel Fleisch und zu wenig Gemüse auf dem Teller“, bilanziert Froböse. […]

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Hälfte aller Befragten mindestens an fünf Tagen in der Woche selbst kocht. Lediglich fünf Prozent der Befragten überlassen die Zubereitung von Mahlzeiten komplett jemand anderem. […]

Die Ergebnisse der Studie zeigen zudem, dass sich die Pandemie nur unwesent­lich auf das Gesundheitsverhalten der Befragten auswirkt. So liegt die durch­schnittliche körperliche Aktivität der Zielgruppe wie in den Vorjahren deutlich über den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation. […]

Vollständige Quelle: DSHS