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Digitale Lehr- und Lernmaterialien zur Energiewende

TH Köln leitet Projektkonsortium

Sechs Hochschulen entwickeln unter der Leitung der TH Köln im Projekt „OER4EE – Technologien für die Energiewende“ digitale Lehr- und Lernmaterialien rund um das Thema Erneuerbare Energien. Die Ergebnisse sollen als offene Bildungsressourcen (Open Education Ressources, OER) allen Interessierten zur Verfügung stehen. Gefördert wird das Vorhaben durch das Programm „OERContent.nrw“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW und des Verbundes Digitale Hochschule NRW. An vier weiteren Projekten der Förderlinie ist die TH Köln als Partnerin beteiligt. {…}

Im Projekt OER4EE sollen unter der Leitung von Prof. Dr. Ingo Stadler und Prof. Dr. Johanna May vom Cologne Institute for Renewable Energy CIRE der TH Köln Lehrmaterialien für die Studiengänge Elektrotechnik, Maschinenbau und Erneuerbare Energien entstehen. „Wir fokussieren auf die Studieninhalte, die über einen relativ langen Zeitpunkt konstant bleiben, wie die physikalischen Grundlagen verschiedenster Energiespeichertechnologien und die Grundlagen der Windenergienutzung. Diese sollen mediendidaktisch aufbereitet werden, etwa über digitale Workbooks, videobasierte Praktikumsanleitungen, Wiederholungsfragen und Diskussionsvideos“, erläutert Stadler.

Die Absolventinnen und Absolventen der geplanten Module sollen durch die digitalen Lehrformate vertiefte Kompetenzen in der Bewertung und Analyse von Technologien für die Energiewende erhalten und etwa die Wirtschaftlichkeit eines Projekts berechnen und ökologische Folgen abschätzen können. Die Materialien werden so konzipiert sein, dass sie sich sowohl für den Einsatz in Lehrveranstaltungen als auch für das Selbststudium, das Nachholen von Vorlesungen oder die Praktikums- oder Klausurvorbereitung eignen. „Wir nutzen damit die Vorteile der digitalen Umsetzung: Die Ergebnisse sind flexibel einsetzbar und können an die Bedürfnisse der Hochschulen und der Zielgruppen angepasst werden“, sagt Stadler.

Zudem eignen sich die Projektergebnisse auch, um wissenschaftlich fundierte Informationen über die Technologien der Energiewende der Allgemeinheit zugänglich zu machen. „Wir gehen davon aus, dass auch Schulen mit Physikleistungskursen, Energie-AGs oder Bürgergruppen und Vereine auf die frei verfügbaren Materialien zugreifen werden, um sich besser zu informieren. So tragen wir hoffentlich dazu bei, die fundierte, gesellschaftliche Diskussion im konfliktbehafteten Themenfeld Energie zu fördern“, sagt Stadler. {…}

Vollständige Quelle: TH Köln