© pexels | Anna Shvets

Das neue Arbeiten

Vor- und Nachteile von Homeoffice

Eine Befragung des Instituts für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln hat gezeigt, dass nach einem Jahr Pandemie im öffentlichen Dienst und im Bereich IT und technische Dienstleistungen die Präsenzkultur zurückgegangen und die Homeofficekultur angestiegen ist. […]

Das IMVR hatte bereits im Mai 2020, während des ersten Lockdowns, zwei Onlineerhebungen durchgeführt. […] In der Folgebefragung im Mai/Juni 2021 wurden 73 Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst und 236 Personen aus dem Bereich IT und technische Dienstleistungen über Facebook und LinkedIn erneut zu ihrer Arbeitssituation befragt, nachdem sie sich nun seit knapp einem Jahr im Homeoffice befinden. Das Forschungsteam um Professor Dr. Holger Pfaff, Direktor des IMVR und Leiter der Studien, interessierte in diesem Zusammenhang vor allem, inwieweit sich auf Arbeitgeber- wie Arbeitnehmerseite die Einstellung gegenüber der Arbeit im Homeoffice verändert hat und wie die neuen Arbeitsbedingungen die mentale Gesundheit beeinflussen. Außerdem sollte untersucht werden, ob die Pandemie den Anstoß zu einer ergebnisorientierten Organisationskultur geben konnte. […]

Die Umfragen zeigen insgesamt einen Trend hin zu einer stärkeren Homeofficekultur mit dem Fokus auf Arbeitsergebnissen statt möglichst langer Anwesenheitszeiten im Büro. Über 80 Prozent der Befragten aus beiden Zielgruppen gaben an, dass es Strategien und Regelungen zur Arbeit im Homeoffice gibt. […]

Neben vielen auch gesundheitlichen Vorteilen, die das Arbeiten im Homeoffice mit sich bringt, birgt es jedoch auch Gefahren: Zum zweiten Befragungszeitpunkt zeigte sich, dass knapp 70 Prozent der Befragten aus dem öffentlichen Dienst und 60 Prozent aus dem IT-Bereich dazu neigen, sich im Krankheitsfall nicht krank zu melden, sondern im Homeoffice weiterzuarbeiten. Eine weitere Belastung im Homeoffice während der Pandemie stellt nach wie vor die Kinderbetreuung dar. In den offenen Antworten wird teils berichtet, dass auch Schulen sehr viel Mithilfe von den Eltern im Homeschooling verlangen und die liegengebliebene Arbeit von Beschäftigten dann zum Teil abends oder nachts nachgeholt wird. […]

Vollständige Quelle: Universität zu Köln