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Coronaschnelltest mit Potential

LAMP-Methode

Die Zahlen der Corona-Fälle nehmen besonders in Europa zu. »Wir hatten wirklich große Sorge, dass irgendwann eine Situation eintritt wie damals in einigen Regionen Norditaliens«, sagt Professor Dr. Bernhard Schermer, Leiter des nephrologischen Forschungslabors am Kölner Exzellenzcluster für Alternsforschung CECAD der Universität zu Köln (UzK). […]

Das Ziel: Eine alternative Diagnostik entwickeln, die große Patientenzahlen möglichst schnell, unkompliziert und vor Ort […] testet.

Das Kölner Forschungsteam forscht deshalb an einer bislang kaum beachteten Testmethode: rtLAMP. Bei dieser Testmethode wird zielgerichtet RNA/DNA vervielfältigt. Nach dem Kochen der Probe zum Freisetzen der viralen RNA läuft die Reaktion mit konstanter Temperatur ab (65°C) und das Ergebnis wird als Farbwechsel sichtbar. […]

»LAMP wurde zu Unrecht bislang vernachlässigt«, sagt Schermer, der die Methode zuvor selbst wenig genutzt hatte. Ein Grund dafür ist, dass das Endprodukt der LAMP-Reaktion eine wilde Mischung aus DNA-Strukturen ist, die nicht einfach in weiteren Analysen und Experimenten eingesetzt werden kann. Da bei einem Corona-Schnelltest eine weitere Verarbeitung nicht wichtig ist, ist das jedoch kein Nachteil.

LAMP hat zudem Vorteile gegenüber der etablierten PCR-Test-Methode: Die Reaktion kann direkt mit dem Probenmaterial durchgeführt werden – es ist kein zeitraubendes Einsenden und Aufarbeiten im Labor notwendig. Sie benötigt nur zwei verschiedene Temperaturen für die Reaktion und kein spezielles Gerät. Nicht zuletzt sind die Zutaten kostengünstig und können einfach hergestellt werden. […]

Vollständige Quelle: UzK