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Climbing to Yourself

Forschung im Kletterlabor

Haben Sie schon einmal beobachtet wie jemand auf einen Baum oder an einer Kletterwand klettert? Oder sind Sie selbst schon einmal auf einen Baum oder an einer Kletterwand geklettert? Dann haben Sie vielleicht beobachtet oder selbst erfahren wie es ist, wenn man sich überlegen muss wohin man als nächstes greift, wie man die Füße aufstellt oder welche nächste Bewegung man machen könnte. Dabei wird berücksichtigt, ob man in der Lage ist den nächsten Griff mit Händen oder Füßen zu erreichen oder das eigene Gewicht zu halten.

Am Psychologischen Institut Abt. Leistungspsychologie der Deutschen Sporthochschule Köln führen wir seit Ende 2018 ein Projekt mit dem Titel „Climbing to yourself: A developmental embodied cognition perspective on the relation between the minimal self and sensorimotor and cognitive skills” durch. Dieses Projekt wird als eins von 21 Projekten im Rahmen des Schwerpunktprogramms der DFG “The Active Self “ (Hompage “The Active Self”) gefördert.

Das Projekt hat das Ziel den bidirektionalen Zusammenhang zwischen dem Minimalen Selbst und motorischen und kognitiven Fertigkeiten aus einer Embodied Cognition Perspektive der Entwicklung zu verstehen. Dazu führen wir Studien mit Kindern und Jugendlichen verschiedener Altersgruppen sowie mit Erwachsenen durch. Basierend auf der Integration von Kognitions-, Entwicklungs- und Bewegungswissenschaft untersuchen wir, wie sich das Minimale Selbst und motorische und kognitive Fertigkeiten verändern. Diese Veränderung analysieren wir sowohl im Entwicklungsverlauf als auch durch die Aneignung von Expertise durch Training.

Konkret untersuchen wir motorisches (wie führe ich den nächsten Griff aus?) und kognitives (wo greife ich als nächstes hin?) Planen im Klettern. Dazu werden wir zwei Studien durchführen, in denen Kletteraufgaben absolviert werden, für die eher motorisches, eher kognitives Planen oder beide Planungsprozesse benötigt werden. Theoretisch postulieren wir als Mechanismus, dass das Internale Modell durch die Integration sensomotorischer Reafferenzen und kognitiven Feedbacks zur Stabilisierung des Minimalen Selbst führt. Andersherum verstärkt auch die Stabilität des Minimalen Selbst sensomotorische und kognitive Fertigkeiten. Um diesen Mechanismus zu prüfen, werden wir zwei umfangreiche Studien durchführen.

Vollständige Quelle: DSHS