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Blockade am Berg

Stau an den Alpenwanderwegen

Die Bergunfallstatistiken zeigen, dass immer mehr Wandernde in die Alpen kommen und es einen signifikanten Anstieg der sogenannten Blockierungen gibt. Das sind Notrufe, bei denen Menschen unverletzt sind, aber feststecken. Sie haben sich in eine Situation manövriert, aus der sie selbstständig nicht mehr herauskommen. Dr. Julia Severiens hat die Wandernden im Stubaital analysiert – die Ergebnisse lesen Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Wissenschaftsmagazins IMPULSE.

Wer seid Ihr, welche Tour habt Ihr geplant, wie schätzt Ihr Eure Wanderfähigkeiten ein, wie lange wollt Ihr wandern und wie viele Höhenmeter? Diese und weitere Fragen hat Dr. Julia Severiens vom Institut für Outdoor Sport und Umweltforschung (DSHS Köln) insgesamt 1.076 Wandernde im Stubaital in Tirol gefragt. Zusätzlich hat sie den Wandernden GPS-Logger mitgegeben und anschließend ausgewertet. Warum sie das gemacht hat? Die Wissenschaftlerin möchte herausfinden, wie Wanderleitsysteme gestaltet sein sollten, um den unterschiedlichen “Wander-Typen” gerecht zu werden und um Notrufen vorzubeugen.

„Bezogen auf die Tourenplanung konnten wir feststellen, dass zwölf Prozent einfach so drauflosgelaufen sind und sich gar keine Gedanken über den Weg gemacht haben. Die anderen 88 Prozent haben sich im Vorfeld informiert, aber mehr als ein Drittel konnte keine Angaben zu Höhenmetern machen“, nennt Severiens ein paar der zentralen Ergebnisse.

Alle Themen in der aktuellen IMPULSE-Ausgabe:

  • Neurophysiologie & Flow – Sport und Bewegung als Zugang zu einem “transzendenten” Erleben
  • Wandernde im Stubaital – Anforderungen an Wanderleitsysteme in alpinen Destinationen
  • Vorhersagemodelle im Sport – Wissen was passiert, bevor es passiert
  • KomRüBer – Konzeption eines überbetrieblichen Netzwerks zur Bewegungsförderung
  • ClearMind – Laufen, um den Kopf frei zu kriegen?! Das Phänomen des neuronalen Rauschens
  • Vollständige Quelle: DSHS Köln