© Alexander Laurenzo

Alltagsgegenstände aus der DDR

Erhalt von Kunststoffprodukten

Ein Kinderfriseur-Spieleset, eine Gießkanne aus den 60er Jahren, ein elektrisches Fußpflegeset im Space-Age Design und ein eiförmiger Gartenstuhl: Diese und viele weitere Alltagsgegenstände aus der ehemaligen DDR stehen im Mittelpunkt des neuen Forschungsprojekts „German Democratic Plastics in Design“.

Das Getty Conservation Institute (GCI) in Los Angeles, die Neue Sammlung – The Design Museum in München, das Wende Museum of the Cold War in Los Angeles und die TH Köln wollen in dem Vorhaben Fragen im Zusammenhang mit der Herstellung, Gestaltung und Erhaltung von Kunststoffprodukten der DDR-Zeit untersuchen.

In dem Forschungsprojekt werden in einer großangelegten Reihenuntersuchung mehr als 300 Haushaltsobjekte der ehemaligen DDR aus der Zeit zwischen 1949 und 1990 untersucht, dokumentiert und verglichen. Das Wende Museum und Die Neue Sammlung – The Design Museum haben mehrere tausend solcher Kunststoffobjekte aus dem Bereich Alltagskultur in ihren Sammlungen. Viele der farbenfrohen Stücke sind herausragende Design-Leistungen und repräsentieren die moderne Ästhetik, die nach dem Zweiten Weltkrieg von Verbraucherinnen und Verbrauchern in vielen Ländern bevorzugt wurde.

Nach der Teilung Deutschlands entwickelte sich die DDR rasch zu einer der führenden kunststoffproduzierenden Nationen und exportierte ihre Produkte in fast alle Länder des Ostblocks und teilweise sogar in den Westen. Die angewendeten Produktionsmethoden waren dabei vom westlichen Einfluss weitgehend unberührt.

„Die Forschung hat sich bisher wesentlich auf die Konservierung von Objekten aus dem Westen konzentriert. Mit diesem Projekt beleuchten wir diese sehr ansprechenden, für den Alltag konzipierten Kunststoffgegenstände aus Ostdeutschland. Die gewonnenen Erkenntnisse bezüglich deren Herstellungsweise helfen uns, sicherzustellen, dass diese archetypischen Gebrauchsartikel für die Nachwelt erhalten bleiben“ sagt Odile Madden, leitende Wissenschaftlerin am Getty Conservation Institute. […]

Vollständige Quelle: TH Köln