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Wissenschaft per Smartphone

Messung der realen Aktivität

Im Rahmen eines der Projekte des Graduiertenkollegs „Eingeschränkte Mobilität im Alter“, unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Otmar Bock, ist es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Institut für Bewegungs- und Sportgerontologie der Deutschen Sporthochschule  gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem sich Bewegungen älterer Menschen sehr genau messen lassen. {…}

Eleftheria Giannouli hat für ihr Dissertationsprojekt, betreut durch Univ.-Prof. Dr. Wiebren Zijlstra, ein Verfahren zur Messung der realen Aktivität älterer Menschen in und außerhalb ihrer häuslichen Umgebung verwendet. „Dieses Thema ist wirklich sehr, sehr trendy“, sagt Giannouli. {…} Mit Hilfe von einem am Rücken befestigten Smartphone und zwei speziell programmierten Apps sollten eine Woche lang alle Aktivitäten und Bewegungen der Versuchsteilnehmerinnen und -teilnehmer aufgezeichnet werden. {…}

Ein GPS-Tracker ermittelte die täglich zurückgelegte Distanz, den Lebens- bzw. Bewegungsraum rund um die Wohnung und den durchschnittlichen sowie maximalen Aktivitätsradius. Die an der Universität Bologna entwickelte Spezial-App, die gleichzeitig auf dem Smartphone lief, erhob die Zeiten, in denen die VersuchsteilnehmerInnen sich aktiv bewegten und die Anzahl der Schritte, die die jeweiligen Personen pro Tag bewältigten. {…} Das Hauptziel war, jene Faktoren zu bestimmen, die einen Einfluss auf die Mobilität von älteren Personen haben, die gesund sind, deren Bewegungsradius aber ab dem 65. Lebensjahr oft immer kleiner wird.

{…} „Um eigenständig und mobil zu bleiben, kommt es nicht nur darauf an, über wie viel Kraft, Ausdauer oder Beweglichkeit ältere Menschen verfügen“, erzählt Giannouli, „viel wichtiger ist die Kognition und Selbstwirksamkeit, also was die Personen selber darüber denken, was sie machen können und was sie sich nicht zutrauen“. {…}