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Förderung für Uni Köln

Unterstützung für die Erforschung exotischer Atomkerne

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mit über 2,4 Millionen Euro sechs deutsche Universitäten, darunter auch die Universität zu Köln, für ihre kernphysikalischen Untersuchungen an der Forschungsanlage ISOLDE des Europäischen Kernforschungszentrums CERN in Genf.

Das BMBF stellt die Mittel im Rahmen der Verbundforschungs-Förderung für drei Jahre bereit. {…} Forschungsgegenstand sind exotische, kurzlebige Atomkerne. Selbst mit modernsten Methoden gelingt ihre Herstellung am CERN oft nur mit sehr geringen Teilchenzahlen. Daher müssen hochempfindliche Detektoren entwickelt werden, um die kurzlebigen Atomkerne nicht nur nachzuweisen, sondern auch ihre Eigenschaften wie zum Beispiel Größe, Masse und Anregungsspektrum mit hoher Genauigkeit zu vermessen.

Dabei wenden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum einen atomphysikalische Methoden wie Laserspektroskopie und Massenspektrometrie bei niedrigen Teilchenenergien an. Darüber hinaus werden sie neue Akzente im Bereich der hochaufgelösten Kernspektroskopie nach Kernstößen und -zerfällen setzen, nachdem ISOLDE vor kurzem zur sogenannten HIE-ISOLDE erweitert wurde, mit höheren (H) Intensitäten (I) bei höheren Energien (E) der Teilchenstrahlen, die den Forschungsgruppen damit zur Verfügung gestellt werden können. Diese Erweiterungen macht nicht zuletzt die erfolgreichen Messungen mit dem „MINIBALL“-Detektor möglich, an dem deutsche Gruppen wesentlich beteiligt sind. Die Kölner Gruppen haben dafür ortsempfindliche Germaniumdetektoren beigesteuert und eine hochsensitive Messanordnung zur Bestimmung von Lebensdauern angeregter Kernzustände erfolgreich zum Einsatz gebracht. {…}

Vollständige Meldung der Uni Köln