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Auf den Punkt gebracht

Punktgenaues Düngeverfahren

Am Institut für Bau- und Landmaschinentechnik arbeiten Forscher an einem punktgenauen Düngeverfahren für Mais – damit nur jede Pflanze so viel Dünger bekommt, wie sie tatsächlich braucht. So gelangen am Ende weniger Nitrat und Phosphor ins Grundwasser. Auch finanziell können Landwirte von dem neuen Verfahren profitieren. „An der Gülle kommt man mittelfristig nicht vorbei“, sagt Prof. Dr. Till Meinel und schüttelt dabei den Kopf. Zwar könnte man durchaus mehr des tierischen Abfallproduktes in Biogasanlagen verwerten, aber in unserer industrialisierten Landwirtschaft mit dem enormen Bedarf an Fleisch- und Milchprodukten – irgendwie müssen die Unmengen Urin und Kot der Schweine und Rinder schließlich entsorgt werden.

Als natürlicher Dünger verfügt Gülle zudem über hohe Gehalte an Stickstoff, Phosphor, Kalium und andere für Pflanzen wichtige Nährstoffe, die man sonst über Kunstdünger  abdecken muss. Deshalb landen jährlich Millionen Kubikmeter flüssiger Gülle auf rund der Hälfte der deutschen Äcker. Hinzu kommt dann noch der Kunstdünger für die  verschiedenen Getreide- und Gemüsearten. Sehr zum Ärger der EU, denn gerade bei den Nitratwerten schaut sie besonders genau hin: Laut einer Richtlinie versprühen deutsche Landwirte zu viel Gülle und Kunstdünger. {…}

Vollständiger Artikel der TH Köln