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Zirkuläre Wertschöpfung

Themenausbau auf Kunst- und Verbundstoffe

Zirkuläre Wertschöpfung ist die Vision einer nachhaltigen Wirtschaft, in der es so gut wie keine Abfälle mehr gibt beziehungsweise diese als Rohstoff für neue Produkte genutzt werden. […] „Bislang haben wir uns auf :metabolon vor allem dem Feld der organischen Abfälle gewidmet – dieses soll nun mit dem neuen Hub um das Thema der Kunst- und Verbundstoffe erweitert werden.“

In einem beispielhaften Projekt soll etwa die Umwandlung von Kunststoff-, Gummi- und Kautschukabfällen in hochwertige Karbonisate erforscht werden. „Diese sogenannten Industrieruße können in der Luft- und Wasserreinhaltung sowie der Herstellung von Reifen und Kunststoffen eingesetzt werden. Bislang werden die dafür notwendigen Ruße aus fossilen Rohstoffen wie Öl gewonnen“, so Wolf.

„Die Umstellung von einer linearen hin zu einer zirkulären Wirtschaft funktioniert nur dann, wenn ein gesamtgesellschaftliches Umdenken erfolgt. Hierzu wird die Bergische Ressourcenschmiede einen wichtigen Beitrag für das Bergische Rheinland leisten“, so Landrat Jochen Hagt, Verbandsvorsteher des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands.

Ziel des neuen Hubs ist es, Fragestellungen unter Einbindung regionaler Akteure zu definieren, Lösungsansätze im Austausch mit der Praxis zu entwickeln und unmittelbar an verschiedene Zielgruppen zu vermitteln. […]

Als erster Baustein wurde das Modul „Pilot zur Bergischen Ressourcenschmiede“ im März 2021 vom NRW-Strukturförderprogramm REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand mit dem A-Status bewertet und hat damit die Empfehlung zur Umsetzung erhalten. […]

Nach der Pilotphase wird das Gesamtvorhaben bis 2025 in mehreren Teilprojekten realisiert. Neben den im Pilot entstandenen Gebäuden soll ein neues Forschungs- und Transferzentrum entstehen. Dieses soll nachhaltig im Sinne der zirkulären Wertschöpfung errichtet werden und den Wissensaufbau und -ausbau unterstützen. Darüber hinaus sind experimentelle Module als Anschauungsbeispiel für flexibles und reversibles Bauen geplant. So sollen zum Beispiel die Laborgebäude sowie das Bistro vergrößert werden und ein modular erweiterbarer Start-up-Park soll entstehen.

Vollständige Quelle: THKöln