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Vortragsreihe zu Mies van der Rohe

Vortragsreihe begleitet die Ausstellung „Mies im Westen“

Anlässlich seines 50. Todesjahres widmet sich die Fakultät für Architektur der TH Köln in ihrer Vortragsreihe „architectural tuesday“ dem Architekten Mies van der Rohe. Sie begleitet damit die Ausstellung „Mies im Westen“, die ab dem 10. Oktober im Landeshaus des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) zu sehen ist und die Arbeiten van der Rohes in NRW präsentiert. In den fünf Vorträgen des „architectural tuesdays“ wird das nordrhein-westfälische Schaffen des Stararchitekten im großen Zusammenhang mit seinem Leben und Werk betrachtet. Die Veranstaltungen finden jeweils um 19.00 Uhr im Landeshaus des LVR, Kennedyufer 2, Köln-Deutz, Sitzungsaal Südhalle statt. Der Auftakt ist am 1. Oktober. Der Eintritt ist frei.

Beim „architectural tuesday“ kommen im Wintersemester 2019 Architekten und Architekturhistoriker aus Deutschland und den USA zu Wort. Den Auftakt machen die Kuratoren der Ausstellung „Mies im Westen“, Prof. Dr. Daniel Lohmann (TH Köln) und Prof. Dipl.-Ing. Norbert Hanenberg (THM Gießen). Studierende der TH Köln, der Technische Hochschule Mittelhessen und der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft haben zusammen mit dem Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW die Ausstellung entwickelt, die ab Mitte Oktober im Landeshaus des LVR zu sehen ist.

Veranstaltungsprogramm „Mies van der Rohe im Westen“

Dienstag, 1. Oktober 2019
Prof. Dr. Norbert Hanenberg (THM Gießen) und Prof. Dr. Daniel Lohmann (TH Köln)
„Mies im Westen – Lehre macht Ausstellung“

Als Prolog zur Vortragsreihe geben die beiden Kuratoren der Ausstellung „Mies im Westen“ einen Einblick in das Lehr- und Ausstellungsprojekt und in ihre Forschungen zu Mies van der Rohes Spuren in Nordrhein-Westfalen.

Dienstag, 15. Oktober 2019
Barry Bergdoll (New York, USA)
„Moving with Mies: Mies and the adventure of pre-fabrication in post-war U.S.A.“

Barry Bergdoll ist international renommierter Architekturhistoriker und Spezialist für die Architektur Mies van der Rohes. 2001 war er Kurator der Ausstellung ‚Mies in Berlin’. Seit einigen Jahren beschäftigt er sich mit dem McCormick-House in Chicago, das van der Rohe 1952 entwarf, und stellt seine Überlegungen zur Architektur und Präfabrikation dieses wenig bekannten Projektes von Mies vor.
Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Donnerstag, 17. Oktober 2019
Dietrich Neumann, (Providence, USA)
„Mies van der Rohe im Kontext seiner Zeit. Fallstudien zum Frühwerk“

Als einer der derzeit aktivsten Architekturhistoriker zu Mies van der Rohe forscht der Deutsch-Amerikaner Dietrich Neumann insbesondere zum Frühwerk des Architekten. Der frühe Werdegang Mies van der Rohes bis zu dessen Durchbruch in der Weimarer Republik ist erst in jüngeren Jahren ein Gegenstand der Forschung, und ermöglicht ein tieferes Verständnis von Mies’ Bauschaffen.

Dienstag, 5. Oktober 2019
Wolfgang Pehnt (Köln)
„Hilfe, ich bin nackt! – Das Private, das Öffentliche und die Architektur der Stadt.“

Der Architekturhistoriker und Architekturkritiker Wolfgang Pehnt nimmt als Rheinländer die regionale Sichtweise auf „Mies im Westen“ ein. Er ist ausgewiesener Spezialist für die Architektur in Deutschland nach 1900. Seine Erkenntnisse zur langjährigen Freundschaft zwischen Mies van der Rohe und Rudolf Schwarz eröffnen eine neue, gegenseitige Sichtweise auf zwei bedeutende Baumeister, sowie einen kritischen Blick auf das Bauhaus in dessen Jubiläumsjahr.

Dienstag, 12. November 2019
Daniel Wendler, Büro David Chipperfield (Berlin)
„Grundinstandsetzung Neue Nationalgalerie Berlin“

Als eines der international bekanntesten Architekturbüros unserer Zeit beschäftigt sich das Büro David Chipperfield sowohl in seinen eigenen Entwürfen mit den Prinzipien Mies van der Rohes, als auch bei der Restaurierung der Berliner Neuen Nationalgalerie. Der Architekt Daniel Wendler leitet dieses Projekt der Wiederherstellung von Mies einzigem Nachkriegsbauwerk in Deutschland und bietet aktuelle Einblicke. {…}

Vollständige Quelle: TH Köln