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Virtuelle Zeitreise

Mit VR ins Jahr 2050

„Mit unserer VR-Simulation möchten wir einen wissenschaftlich fundierten Blick in die Zukunft werfen. Natürlich sind solche Prognosen mit Unsicherheiten verbunden, aber die Besucher*innen sollen erleben, welche technologischen Veränderungen uns als Gesellschaft erwarten könnten und welche Auswirkungen möglich sind“, erläutert die wissenschaftliche Mitarbeiterin Fee Bonny vom Cologne Game Lab (TH Köln). So könnten beispielsweise unsere Smartphones in 30 Jahren durch implantierte Geräte ersetzt sein, die unsere Wirklichkeit als „erweiterte Realität“ mit digitalen Informationen überlagern.

Auf rund 75 Quadratmetern ist im Museum eine große Fläche geplant, auf der sich die Teilnehmer*innen mit ihren VR-Brillen frei bewegen und so den Alltag des Jahres 2050 interaktiv erfahren können. „Unser Szenario wird für Gruppen konzipiert sein, so dass auch miteinander interagiert wird. Wir wollen kein übermäßig positives Bild der Zukunft im Sinne einer Utopie, aber auch keine Dystopie zeichnen. Im Idealfall regen wir die Menschen dazu an, über den technischen Fortschritt mit seinen gewollten, aber auch unerwünschten Auswirkungen zu diskutieren“, so der wissenschaftliche Mitarbeiter Jonas Zimmer vom Cologne Game Lab.

Das Zukunftsmuseum in Nürnberg zeigt in fünf Themenfeldern wie „Körper & Geist“ oder „System Erde“ Prototypen, Installationen und Experimente aus realen Forschungsprojekten. „Alle Zukunftsszenarien, die wir den Besucher*innen präsentieren, werden durch Exponate erfahrbar. Dazu beleuchten wir auch die ethischen Aspekte der Technologien. Das wird das Zukunftsmuseum in Nürnberg weltweit einzigartig machen. Um diese Erfahrung kreieren zu können, kooperieren wir mit den auf ihrem Gebiet jeweils führenden Institutionen“, sagt Dr. Andreas Gundelwein vom Deutschen Museum.

Der VR-Ausstellungsbereich soll in den kommenden Jahren mit verschiedenen Szenarien bespielt werden. Er dient dabei nicht nur als Exponat, sondern auch als Forschungslabor, in dem die Besuchergruppen zugleich anonymisiert als Proband*innen dienen. Die Wissenschaftler*innen des Cologne Game Labs können dann beispielsweise den Umgang miteinander in der Virtuellen Realität oder den Übergang zwischen realer und virtueller Welt untersuchen. […]

Vollständige Quelle: TH Köln