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Soziologie zur Klimaforschung

Ein gutes Leben im Klimawandel?

Die aktuellen Wetterextreme wie die Überflutungen in Deutschland im Juli 2021 haben schlagartig und aufs Neue klargemacht, wie vulnerabel auch ein reicher Industriestaat gegenüber den Folgen des Klimawandels ist. Der Bericht des Weltklimarats 2021 bestätigt aus naturwissenschaftlicher Perspektive, dass der Klimawandel menschen-gemacht ist, und weist eindrucksvoll darauf hin, dass die Menschheit nun noch eine letzte Chance hat zu steuern, in welchem der denkbaren Szenarien sie ankommen wird. Christopher Schrader fragt, welchen Beitrag Disziplinen wie die Soziologie hierzu leisten können.

Ist es eine gesellschaftliche Revolution oder einfach nur eine Frage technischer Innovation, wenn ein Industriestaat wie Deutschland die CO2-Emissionen innerhalb von zwei Jahrzehnten drastisch reduziert? Das hätte die interessanteste Frage werden können in den Interviews der Wochenzeitung Die Zeit mit den sechs Spitzenkandidat*innen der Bundestagsparteien in der Ausgabe vom 8. Juli 2021. Alle sechs Gespräche folgten dem gleichen Grundgerüst, und darin hätte die Frage nach der gesellschaftlichen Revolution den Blick auf die vielfach ignorierten sozialen Rahmenbedingungen der Veränderungen gelenkt, die uns allen im Rahmen der Reaktion auf die Klimakrise bevorstehen. Technik ist unverzichtbar, aber sie reicht nicht! Das wäre eine angemessene Antwort gewesen. Oder: Die Gesellschaft muss sich grundlegend ändern, will sie die Chance wahren, die Klimakrise einzudämmen – und sich selbst einigermaßen treu zu bleiben. […]

Den vollständigen Artikel von Christopher Schrader für das Forschungsmagazin Gesellschaftsforschung (MPIfG) lesen Sie hier auf den Seiten 6 bis 9.