© KWR | Kerstin Broichhagen

Science Meets City-Symposium

Urban Mobility

Wie können Städte lebenswerter werden? Wie können städtische Räume und urbane Mobilität nachhaltig und zukunftsfähig gestaltet werden? Mit diesen drängenden Fragen befasste sich das Symposium “Science meets City”. Diskutierte wurden zudem aktuelle Forschungsansätze zu den zahlreichen Herausforderungen in Bezug auf urbanes Leben und die Art und Weise, wie wir Mobilität nutzen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Entwicklung moderner städtischer Infrastrukturen, innovative Mobilitätskonzepte und -technologien sowie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Städten und Bürgern. Hamburg, Kyoto, Lüttich, Paris und Rotterdam dienten als Leitbeispiele, die sich mit den drängendsten Fragen der urbanen Mobilität beschäftigen. Der Architekt Prof. Dr. Jan Gehl erläuterte mit seiner Keynote zum Thema „Sciences meets City – Perspectives from Close Up to Far Away“ wichtige Faktoren für die Stadtentwicklung, die sich aus lebenswertesten Städten der Welt wie Kopenhagen, London, Melbourne, Sydney, Amman, New York, Moscow ableiten lassen. „In einer guten Stadt geht es um Mobilität, aber natürlich auch um gute Orte und Räume zum Leben und Genießen, so wie es auch in einer schönen Wohnung der Fall ist.“, so Prof. Gehl. „Gute Lebensräume und nicht Korridore sind das, was wirklich zählt.“

Im Anschluss berichten sieben weitere nationale und internationale Expert*innen in kurzen Impulsbeiträgen zu den zwei Leitthemen „Nachhaltige Mobilitätsplanung und öffentliche Verkehrssysteme“ und „Urbanes Wohnen, Planen und Bauen“ von ihren Projekten und Erfahrungen. Nach den jeweiligen Themenblöcken wurde von den Teilnehmer*innen die Möglichkeit das Gehörte mit den Redner*innen an „Round Tables“ zu diskutieren, intensiv genutzt. Auch an den ergänzenden Thementischen wurde das Thema Mobility aus unterschiedlichen Blickwinkeln sehr rege besprochen. Die abschließende Podiumsdiskussion wurde von den Fragen der Teilnehmer*innen bestimmt. Diese wurden im Verlauf des Symposiums interaktiv eingesammelt. Dr. Joachim Thiel aus Hamburg, Dr. Tuija Hirvikoski aus Helsinki, Prof. Kerstin Krellenberg aus Vienna und Brigitte Scholz vom Kölner Amt für Stadtentwicklung und Statistik lieferten praxisnahe Antworten. „Die Stadtgesellschaft muss mit in Stadtentwicklungsprozesse eingebunden werden, um erfolgreich zu sein.“, darin waren sie sich einig.

Das wissenschaftliche Symposium wurde maßgeblich von der Stadt Köln angestoßen, die das Format Science meets City gemeinsam mit der KölnBusiness Wirtschaftsförderung unterstützte. Die TH Köln organisierte und realisierte das Symposium mit dem Netzwerkbüro der Kölner Wissenschaftsrunde. Rund 150 Wissenschaftler*innen, Stadtplaner*innen und Expert*innen aus den Bereichen „Nachhaltige Mobilitäts- und Verkehrsplanung, Urbanes Wohnen, Planen und Bauen“ haben an dem Symposium teilgenommen. Die kostenfreie Veranstaltung fand in englischer Sprache statt. Ab Mitte Juni 2022 werden die Expertenvorträge über www.science-meets-city.de abrufbar sein.