Uni Köln © Simon Wegener

Philipp Schwartz-Initiative

Gefährdeter Forscher kommt mit Fellowship an die Uni Köln

Die Universität zu Köln war in der siebten Ausschreibungsrunde der Philipp Schwartz-Initiative erneut erfolgreich und hat Fördermittel im Umfang von 104.000 Euro für die Einrichtung eines Fellowships zugunsten eines gefährdeten Wissenschaftlers eingeworben. Damit konnte die Universität zu Köln in allen bisherigen sieben Auswahlrunden der Philipp Schwartz-Initiative mindestens ein Fellowship einwerben und gehört dank der Förderung der Alexander von Humboldt-Stiftung zu den deutschen Universitäten, die die meisten gefährdeten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützen.

„Wir sind der Alexander von Humboldt-Stiftung dankbar für die großzügige Förderung, die inzwischen elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Fluchthintergrund dabei unterstützt hat, in Köln eine neue akademische Heimat zu finden und die eigene wissenschaftliche Karriere wiederaufzunehmen. In vielen Fällen wird damit auch den angehörenden Familien eine neue Zukunftsperspektive eröffnet“, erklärt Dr. Johannes Müller, Leiter der Abteilung Internationale Wissenschaft der Universität zu Köln.

Insgesamt konnten bisher 15 gefährdete bzw. geflüchtete Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an der Universität zu Köln an unterschiedlichen Forschungsgruppen aufgenommen werden, elf davon als Philipp Schwartz-Fellows. Sie werden von den jeweiligen Lehrstühlen und Instituten zusammen mit dem International Office organisatorisch unterstützt. Die bisherigen Stipendiaten stammen aus Syrien, Türkei, Irak und Kamerun und werden in ihren Heimatländern aus politischen, religiösen oder ethnischen Gründen verfolgt.

Mit der Philipp Schwartz-Initiative erhalten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, gefährdete Forschende im Rahmen eines Vollstipendiums für 24 Monate aufzunehmen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Verlängerung im Rahmen eines Kofinanzierungsmodells. Finanziert wird diese Initiative durch das Auswärtige Amt, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Andrew W. Mellon Foundation, die Fritz Thyssen Stiftung, die Gerda Henkel Stiftung, die Klaus Tschira Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, den Stifterverband sowie die Stiftung Mercator.

Vollständige Quelle: Uni Köln