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Multimedia-Reportage zur Bioökonomie

Verständliche Vermittlung komplizierter Sachverhalte

Bioökonomie als Zukunftsstrategie erlebbar machen: Das ist Ziel des Projektes „Bioökonomie: Eine Multimedia-Reportage“. Rund 200 Journalismus-Studierende der Universität Würzburg (JMU), der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) und der Hochschule Macromedia Köln haben dafür in den vergangen Monaten Beiträge produziert. Jetzt ist die Website “Bioökonomie: Eine Multimedia-Reportrage” veröffentlicht worden.

Reduzieren, wiederverwenden, recyceln: Studierende zeigen bioökonomische Lösungen

Die multimedialen Beiträge der Studierenden beleuchten sowohl aktuelle Forschungsfragen als auch bioökonomische Produkte, die auf dem Markt bereits zu finden sind: Welche nachhaltigen Lösungen gibt es, um Verpackungsmüll zu vermeiden? Wie lassen sich CO2-Emissionen in der Landwirtschaft reduzieren? Welche Verwertungsmöglichkeiten gibt es für industrielle Abfälle wie Kakaoschalen oder Brauereireste? In bebilderten Fachartikeln, Videointerviews und Podcasts und Videointerviews lassen die Studierenden Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zu Wort kommen. Angestoßen wurde das Projekt als Teil des Wissenschaftsjahrs 2020/21 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Inhaltliche Unterstützung leistet der Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern. Ein erster Teil der Arbeiten ist am 5. August online gegangen.

Wissenschaftskommunikation: Komplexität vermitteln, Kompliziertheit vermeiden

Das Projekt mit Recherchen und Interviews zu Themen der Bioökonomie sei für die Journalismus-Studierenden eine besondere Herausforderung gewesen, schildert Prof. Dr. Marlis Prinzing vom Campus Köln der Hochschule Macromedia: „Die journalistische Herausforderung für unsere Studierenden bestand zum einen darin, komplizierte Sachverhalte verständlich zu vermitteln. Zum anderen mussten sie lernen, Wissenschaftslogik zu verdeutlichen und mit komplexen Themen umzugehen, bei denen es noch kein gesichertes Wissen gibt.“

Die Professorin hat mit ihren Studierenden Beiträge zu vielerlei Varianten von Bioökonomik – von Bioplastik über Aquaponik und Häuser auf Rollen hin zu Möbeln aus Pilzen – recherchiert und erarbeitet. Für die nun in einer ersten Stufe veröffentlichten Multimediageschichte schrieb Julie Vandré über alternative Wohnkonzepte, Victoria Augst über Green IT, Sofie Reichel über Klimaschutz und Pandemie, Lara Jack über Bioplastik; Lena Gerhard recherchierte zu nachhaltiger Ernährung und Sarah Wagner zur Kreislaufwirtschaft am Beispiel nachhaltiger Mode. Weitere Veröffentlichungen, auch im Rahmen und in Kooperation mit diversen Medienpartnern aus der Region und dem Rhein-Main-Gebiet, sollen folgen. {…}

Wissenschaftsjahr Bioökonomie: Hin zu einer biobasierten Wirtschaftsweise

Die Würzburger Studierenden stellen in ihren Beiträgen explizit bioökonomische Projekte aus der Region Mainfranken vor und veröffentlichen in Kooperation mit der Mediengruppe Main-Post zusätzlich eine Artikelreihe, die auch online veröffentlicht wird.

Insgesamt eröffnet das Bioökonomie-Projekt den Studierenden eine herausragende Gelegenheit, sich mit Debatten aus der Wissenschaft zu befassen und sie in den gesellschaftlichen Dialog zu tragen. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Die Grundlage für das Wissenschaftsjahr 2020/21 bildet die Nationale Bioökonomiestrategie, die am 15. Januar 2020 vom BMBF und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft verkündet wurde. Ziel der Strategie ist der Wandel von einer erdölbasierten Wirtschaft hin zu einer biobasierten Wirtschaftsweise mit ressourcenschonenden Wertschöpfungsketten. Weitere Informationen: www.wissenschaftsjahr.de

Vollständige Quelle: HS Macromedia