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Mondtraininganlage LUNA

Der Weg zum Mond führt künf­tig über Köln

Astronaut*innen, die zum Mond fliegen, sollen zukünftig in Köln ausgebildet werden. Auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beginnt in den nächsten Monaten der Aufbau der Test- und Trainingseinrichtung LUNA. […] Die Mondsimulationsanlage LUNA wird einen wichtigen Beitrag leisten, um die Raumfahrtmissionen der kommenden Jahrzehnte vorzubereiten.

In einer 700 Quadratmeter großen Halle, von neun Metern Höhe, werden die besonderen Umweltbedingungen des Mondes realitätsnah simuliert. Unter anderem wird mondähnlicher Staub, sogenannter Regolith, den kompletten Boden der Halle bedecken, es werden mondähnliche Krater nachgebildet und Felsen vorhanden sein, und es wird ein Aufhängungssystem geben, mit dem Astronautinnen und Astronauten auf ein Sechstel ihres irdischen Gewichts abgefedert werden und somit die reduzierte Schwerkraft des Mondes erfahren.

Die Simulationen dienen einerseits der Erforschung und Entwicklung von Technologien, die für die Anwendung unter lunaren Bedingungen optimiert sind. Andererseits können Astronautinnen und Astronauten sowie die Unterstützungsteams in den Kontrollzentren, so nah an der Realität wie möglich, für ihren Einsatz auf der Mondoberfläche trainieren. Darüber hinaus ist LUNA ein Forschungsumfeld, dass der universitären Forschung ebenso offen steht, wie der Industrie, Start-ups sowie kleineren und mittelständischen Unternehmen. […]

Dabei müssen die Projekte nicht zwingend einen Bezug zur Raumfahrt haben. Technologietransfer und sogenannte „Spin-Offs“ aus der Raumfahrtforschung, die hier auf der Erde genutzt werden können, aber auch „Spin-Ins“ aus terrestrischen Entwicklungen, sind Teil des Konzepts. Die Themenfelder reichen von Umwelttechnologien, über innovative Energiesysteme, künstliche Habitate, neue Werkstoffe und Bauverfahren bis hin zu neuen Anwendungen im Gesundheitswesen.

DLR-Vorstand Klaus Hamacher betonte diese Möglichkeiten der Anlage zusätzlich: „LUNA kann auch als Testumgebung für neue robuste und kompakte Energiesysteme genutzt werden, die für die Mondbedingungen, mit ihren langen Nachtphasen ausgelegt sind und eine autarke Energieversorgung mit der entsprechenden Speicherung erfordern. Die gewonnenen Erfahrungen können auch in Technologien für die Energiewende einfließen.“ “Die Motivation der Mondforschung des DLR ist zum einen Faszination und wissenschaftliche Neugier, aber auch die Notwendigkeit innovative Lösungen für unsere irdischen Herausforderungen zu finden. Hier bringen wir ein vielschichtiges Forschungsportfolio ein, das von der Humanphysiologie, bis zur Materialforschung reicht und durch den Einsatz künstlicher Intelligenz unterstützt wird.“, ergänzte Anke Pagels-Kerp, DLR-Bereichsvorständin Raumfahrt. […]

Vollständige Quelle: DLR