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Mi. 07.07.2021

Der Preis der Sicherheit

Nach 1945 ereigneten sich in der Bundesrepublik zahlreiche Entführungen mit hohen Lösegeldforderungen. „Die reichen Leute“, so schrieb die FAZ 1973, seien „das natürliche Ziel“ dieses Verbrechens, „nicht die ganz normalen“. Dies deutet bereits an, dass im Zuge der Entführungen nicht nur Fragen nach dem Risiko von Vermögenden in den Blick gerieten.

Medien, Öffentlichkeit, Wissenschaft und Politik führten ebenfalls intensive Debatten um Gerechtigkeit und soziale Differenz. Fragen nach dem Preis von Leben, aber auch von Sicherheit, Handlungsmacht und Schuld dienten als Stellschrauben für soziale Ordnungsentwürfe. Der Vortrag am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (MPIfG) nimmt diese Diskussionen zum Ausgangspunkt, um beispielhaft Thesen für eine Kultur- und Wissensgeschichte von Reichtum und Reichen nach 1945 zu entwickeln.

Eva Maria Gajek ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Leibniz-Preis-Arbeitsgruppe „Geschichte und Theorie des globalen Kapitalismus“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Für ihre Promotion erhielt sie den Hedwig Hintze Preis des Verbandes der Historikerinnen und Historiker Deutschland. Derzeit arbeitet sie an einer Kulturgeschichte des Reichtums im 20. Jahrhundert.

Wann

07.07.2021
17:00 Uhr

Wo

Online

Kosten

keine

Anmeldung

Mail

Veranstalter

MPIfG

Referierende

Eva Maria Gajek, Universität Gießen

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Veranstaltung