© DLR (CC-BY 3.0)

Ferngesteuerte Lastwagen

Hilfsgüter sicher an ihre Bestimmungsorte bringen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Robotik und Mechatronik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie ein Konsortium aus anderen DLR-Instituten und Technologiepartnern untersuchen im Rahmen eines neuen Kooperationsprojekts, wie mit Hilfe ferngesteuerter Lastwagen Hilfsgüter sicher an ihre Bestimmungsorte gebracht werden können. Robotergesteuerte Fahrzeuge sollen Strecken befahren, die für menschliche Fahrer große Risiken bergen, beispielsweise in den unwegsamen und von Überschwemmungen betroffenen Gegenden des Südsudans. Gesteuert werden sie per Telepräsenz von einem sicheren Ort. Am 21. Oktober 2020 fand das Kick-off des Gemeinschaftsprojekts AHEAD mit dem World Food Programme in Oberpfaffenhofen statt.

Nahrungsmittelhilfe
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) als größte humanitäre Organisation der Welt leistet Nahrungsmittelhilfe für mehr als 80 Millionen Menschen in rund 80 Ländern pro Jahr. Für diese Arbeit hat das WFP den diesjährigen Friedensnobelpreis gewonnen. Fahrerinnen und Fahrer sind beim Transport von Hilfsgütern Gefährdungen durch Tierangriffe, Krankheiten wie Malaria oder auch globale Pandemien ausgesetzt.

In den vergangenen Jahren ist zudem die Zahl der tödlichen Angriffe auf humanitäre Hilfskonvois gestiegen. Diese Risiken erschweren den Zugang zu vielen Bestimmungsorten, die auf Hilfsgüter dringend angewiesen sind. Das WFP sieht sich verpflichtet, sichere Transportmöglichkeiten zu schaffen, um diese Bestimmungsorte mit Hilfslieferungen zu erreichen und so auch den Wirkungsbereich des WFP auszuweiten. Die Einbindung ferngesteuerter Lastwagen in Zusammenarbeit mit dem DLR ist ein vielversprechender Ansatz, um dieses Ziel zu erreichen.

Vollständige Quelle: DLR