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Der Automat

Beziehung zwischen Mensch und Maschine

Ein Kühlschrank informiert uns heute über seinen Inhalt per Smartphone, eine Türklingelkamera zeigt uns auch unterwegs, ob Freunde oder Einbrecher vor der Tür stehen und Krankenhausroboter werden mit der neuesten und klügsten künstlichen Intelligenz ausgestattet. Maschinen werden immer smarter, immer mehr strebt der Mensch danach, sie nach seinem Bild zu formen. Die Maschine soll der perfekte Mensch werden und uns unterstützen. Doch wann ist man wirklich menschlich und ist der Mensch irgendwann ersetzbar? Wusste E.T.A. Hoffmann dies etwa schon damals, als er 1816 sein Werk „Der Sandmann“ veröffentlichte?

In Hoffmanns Novelle „Der Sandmann“ geht es um mechanisierte Menschen, um Automaten. Der Mensch ist fasziniert von diesen Maschinen, die wie sie sprechen oder tanzen können. In dem adaptierten Musiktheater „Der Automat“ wird dieser Gedanke zeitaktuell aufgegriffen und die Beziehung zwischen Mensch und Maschine näher beleuchtet. Ein junger Mann verliebt sich in einen Automaten und verschmäht seine mögliche Liebespartnerin, um eine anscheinend idealere Partnerin zu finden. Rationalität und Schicksal stehen sich im Weg, doch was wird am Ende siegen? Ist der Automat wirklich ein so idealer Partner oder spielen da eher narzisstische Gründe mit?
In Andreas Durbans Inszenierung geht es um die Erforschung künstlicher Intelligenz, um andere Wege, andere Sichtweisen. Die Oper wurde von Henrik Albrecht komponiert. Die musikalische Leitung übernimmt Georg Leisse. Die Darbietung erfolgt durch die Studierenden der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Vollständige Quelle: HfMT Köln