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Den Klimawandel mit Literatur verstehen

Interdisziplinäre Klimawandelforschung

Ein gemeinsames Projekt der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln und der Universität Duisburg-Essen (UDE) […] zur Klimawandelkompetenz leistet einen literaturwissenschaftlichen Beitrag in der Kommunikation zum Klimawandel.

Die globale Erwärmung wird nicht nur in Sachbüchern behandelt. Doch welche Texte erreichen uns, motivieren uns gar, einen eigenen Beitrag zu leisten? Wie wird die Komplexität des Themas Klimawandel lesbar gemacht? Diese und weitere Fragen erforscht das Projekt „Climate Change Literacy“. Dafür analysieren die drei Anglist*innen, Prof. Dr. Julia Hoydis, Prof. Dr. Jens Martin Gurr und Juniorprof. Dr. Roman Bartosch, Romane, die sich auf unterschiedliche Weisen mit dem Klimawandel auseinandersetzen.

„Bücher – gerade Romane, die Geschichten erzählen – bringen auf den Punkt, was sonst als abstraktes Phänomen wahrgenommen wird“, sagt Professorin Dr. Julia Hoydis, die das Projekt leitet. Juniorprofessor Dr. Roman Bartosch erklärt das Ziel des Projekts so: „Der Begriff ‚literacy‘, also die Lese- und Verständniskompetenz zu einem Thema, ist beim Klimawandel naturwissenschaftlich geprägt und wird auf einen kompetenten Umgang mit Daten verengt. Unsere Forschung zeigt hingegen, wie wichtig ein breiteres, auch kulturwissenschaftliches, narratives und schließlich literaturdidaktisches Verständnis von ‚literacy‘ ist. Damit leisten wir auch einen Beitrag zum rasch wachsenden Feld der interdisziplinären Klimawandelforschung.“

Die Zusammenarbeit zwischen Literatur- und Kulturwissenschaft sowie Literaturdidaktik habe dabei das Potenzial, wichtige Einsichten zur Rolle von Geschichten für unser Verständnis von Klimawandel zu erlangen und darauf aufbauenden Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Vollständige Quelle: Universität zu Köln