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Vertrauen in Bankensystem

Politischer Radikalismus führt zur Zurückhaltung bei Investitionen

Interview mit Prof. Thomas Hartmann-Wendels von der Universität zu Köln über große Krisen und die deutschen Banken.

Können die Wahlen zum Repräsentantenhaus am 6. November in Amerika eine Auswirkung auf die Banken haben?
Die anstehenden Wahlen zum Repräsentantenhaus entscheiden darüber, ob Trump seine Politik der Deregulierung der Banken ungestört fortsetzen kann oder ob die Demokraten diese Entwicklung hemmen oder gar verhindern können. Eine Deregulierung beflügelt zunächst einmal die Geschäftsmöglichkeiten der Banken, allein die Ankündigung von Maßnahmen zur Deregulierung hat die Aktienkurse amerikanischer Banken steigen lassen. Lockere Vorschriften verschaffen den international tätigen amerikanischen Banken einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren europäischen Konkurrenten, gleichzeitig wächst aber auch die Gefahr, dass einzelne Banken die neu gewonnenen Freiheiten dazu nutzen, eine langfristig verantwortungslose Geschäftspolitik zu betreiben.

Weitere Fragen:
Geldgeschäfte basieren auf Vertrauen in die wirtschaftliche und politische Stabilität eines Landes. Das scheint in der deutschen Gesellschaft aber zu schwinden. Worin besteht die Gefahr dieser Entwicklung?
Sehen Sie derzeit Anzeichen dafür, dass sich Unternehmen mit Investitionen in Deutschland (Ost?) zurückhalten, weil das Vertrauen in die Banken geschädigt ist?
Wissenschaftler wie die Nobelpreisträger Robert Shiller, William Sharpe und Lars Peter Hansen warnen vor einem größeren Crash als 2008. Sehen Sie das auch so?
Sind Banken heute immer noch im gleichen Maß wie 2008 systemrelevant?
Machen deutsche Banken momentan alles richtig oder was sollten sie ändern?
Stellen radikale politische Kräfte eine Gefahr für die Banken/Unternehmen dar?
Die deutschen Banken sollten im internationalen Wettbewerb mithalten können. Spricht das für eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank?

Alle Antworten im vollständigen Interview der UzK