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Vergleichsplattformen

Verbraucherforschung an der Universität zu Köln

Das Projekt „Vergleichsplattformen im Internet: Anreize zur Nutzung von Verbraucherdaten und zur Datenweitergabe und ihre Regulierung aus Sicht des Verbraucherschutzes“ von Prof. Dr. Felix Höffler (WiSo-Fakultät) wird vom Kompetenzzentrum Verbraucherforschung NRW gefördert. Das KVF NRW ist eine Kooperation der Ministerien für Kultur und Wissenschaft und für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie der Verbraucherzentrale NRW.

In Höfflers Projekt geht es um Vergleichsplattformen für Preise im Internet. Immer mehr Verbraucherverträge werden über das Internet angebahnt und abgeschlossen. „Das gängige Geschäftsmodell eines Vergleichsportals besteht darin, der Konsumentenseite einen gelisteten Überblick über Vertragsangebote zu liefern und im Anschluss den vom Konsumenten präferierten Vertrag zu vermitteln. Für diese Dienstleistung wird die Plattform im Regelfall vom Verkäufer vergütet“, erklärt Höffler.

Darüber verbreitete Verbraucherverträge sind zeitlich befristete Liefervereinbarungen für Güter der Grundversorgung wie Strom, Gas oder auch Telekomunikation. Bei einer entsprechenden Suchanfrage auf einem Vergleichsportal und dem Vertragsabschluss über die Plattform hinterlassen die Konsumentinnen und Konsumenten neben Daten zu Wohnort oder Verbrauchswerten auch weitere wichtige Informationen: So verrät das Datum des Besuchs bzw. des vermittelten Vertragsabschlusses das wahrscheinliche Enddatum des Vertrages. {…}

Jede erfolgreiche Regulierung im Sinne des Verbraucherschutzes muss auf einem guten Verständnis des Marktes und der Interessen der Marktakteure aufbauen. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es daher zu verstehen, welche ökonomischen Anreize für die Preisvergleichsplattformen bei der Nutzung oder Weitergabe von Konsumentendaten zu Vertragslaufzeiten bestehen. Darauf aufbauend soll in diesem Projekt untersucht werden, wie die Verbraucherseite von der zu erwartenden Strategie einer Vergleichsplattform betroffen wäre und welche Regulierungsoptionen sinnvoll erscheinen.

Vollständige Meldung der Uni Köln