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Therapien müssen beim Altern selbst ansetzen

Kölner Alternsforscher der Uni Köln entwickelt Thesenpapier

Schon jetzt entfallen von den fast 350 Milliarden Euro Kosten des Gesundheitssystems 47% auf die Gruppe der über 65-Jährigen.

Die Projektionen des demographischen Wandels sagen voraus, dass bis 2050 ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland über 65 Jahre alt sein wird und altersbedingte Sozialausgaben dann fast die Hälfte des BIP ausmachen werden. „Die Lebenserwartung hat sich in den vergangenen 150 Jahren verdoppelt. Heute sind altersbedingte Krankheiten das eigentliche Pulverfass, das es zu entschärfen gilt.“ Mit drastischen Worten macht Prof. Björn Schumacher vom Exzellenzcluster CECAD für Alternsforschung an der Universität zu Köln auf ein wachsendes Problem aufmerksam. „Es wird viel über das Rentensystem und Anpassung der Lebensarbeitszeit gesprochen. Das ist aber nicht genug, vor allem muss Forschung betrieben werden mit dem Ziel die Gesundheit im Alter möglichst lange zu erhalten. Dafür sind Investitionen in die Grundlagenforschung nötiger denn je.“

Eines der Hauptprobleme im höheren Alter ist die sogenannte Multimorbidität, also das gleichzeitige Auftreten mehrerer chronischer Krankheiten. Mehr als jeder zweite über 65-Jährige leidet an Multimorbidität. Aus diesem Grund müsse beim Altern selbst als zentrale Ursache der Krankheiten angesetzt werden. Das Altern muss zum Therapieziel werden. Die Alternsforschung hat die Schäden und die Gene erkannt, die den Alterungsprozess vorantreiben. Schon zeichnen sich Interventionen ab, die Krankheiten verzögern und die Gesundheit im Alter erhalten. {…}

Vollständiger Artikel zum Thema Alterungsforschung der Uni Köln