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St.-Jude-Medical-Preis

Ehrung für Forschungsarbeit zu Herzklappenprothesen

Dr. Kaveh Eghbalzadeh, Assistenzarzt in der Klinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie im Herzzentrum der Uniklinik Köln, ist auf der 48. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) in Wiesbaden mit dem St.-Jude-Medical-Preis ausgezeichnet worden. Er erhielt die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Arbeit „Rapid deployment aortic valve replacement vs. transcatheter valve implantation: which strategy is better?“. Die DGTHG würdigt mit dem Preis besondere Leistungen von Ärzten und Wissenschaftlern.

Die Aortenklappenstenose ist der häufigste Herzklappenfehler, der einer operativen Therapie bedarf. Dabei kommt häufig die sogenannte kathetergestützte Aortenklappenimplantation (TAVI) zum Einsatz. Mittlerweile gibt es aber auch neuartige Klappenprothesen, eine Kombination aus Stent und konventioneller Prothese, die den herzchirurgischen Eingriff vereinfachen. Die Forschungsgruppe um Dr. Eghbalzadeh hat die verschiedenen Klappentypen bei Patienten verglichen und zusätzlich eine spezielle MRT-Untersuchung herangezogen, um die Strömungsprofile der Klappenmodelle zu analysieren. Neben klinischen Unterschieden in der Anwendungsbeobachtung, konnten die Herzklappenprothesen hinsichtlich ihrer hämodynamischen Eigenschaften näher charakterisiert werden. Diese Ergebnisse haben eine besondere Bedeutung für das Verständnis der Einflussfaktoren auf die Langzeithaltbarkeit von Herzklappenprothesen.

Quelle: Uniklinik Köln