© pexels

Selbstregulierung des organisierten Sports

Interview mit Univ.-Prof Dr. Martin Nolte

Univ.-Prof Dr. Martin Nolte, Leiter des Instituts für Sportrecht der Deutschen Sporthochschule Köln, ist ein großer Verfechter der Selbstregulierung des organisierten Sports. Ob Anti-Doping-Gesetz, Glücksspielstaatsvertrag oder Umgang mit Gewalt, immer wieder steht die Frage nach dem Verhältnis zwischen Sport und Staat im Mittelpunkt seiner Arbeit, wie bereits bei seiner Habilitationsschrift zur Staatlichen Verantwortung im Bereich des Sports aus dem Jahre 2004.

Herr Nolte, rechtliche Konflikte sind zunehmend präsent in den öffentlichen Sportdebatten. Wie kommt es zu dieser wachsenden Bedeutung von Anwälten, Richtern und anderen Juristen?

Die Triebfedern sind Kommerzialisierung, Politisierung und eine vertiefte öffentliche Wahrnehmung von gesellschaftlichen Vorgängen, die sich jenseits der Wettkämpfe abspielen. Dass hier an der Deutschen Sporthochschule Köln 2011 eine Professur für Sportrecht eingerichtet wurde, die im Jahre 2014 in ein neu gegründetes Institut eingebunden wurde, trägt dem Bedürfnis Rechnung, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Sportrecht zu intensivieren. Aber eigentlich ist der Streit um Spielregeln eine sehr alte Disziplin, die bis zu den Anfängen der Menschheit zurückreicht. {…}

Vollständiger Artikel der Deutschen Sporthochschule Köln