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Raumfahrt ebnet den Weg zur digitalen Gesellschaft

Das DLR informiert zum Thema Satellitenkommunikation

Unsere Informationsgesellschaft steht vor einer Herausforderung: Stetig wachsende Datenmengen müssen immer schneller weltweit übertragen werden, damit wir von den technischen Errungenschaften unserer Zeit profitieren können. „Satelliten liefern uns Zugriff auf immer schnelleres Internet mit extrem hohen Datenraten. Kommunikationstechnik steuert Industrie 4.0, Big Data und die Mobilität der Zukunft. Doch auch Meteorologen, Behörden und Katastrophenschützer sind auf Wetter-, Klima- und Erdbeobachtungsdaten aus dem All angewiesen. Ohne Kommunikationssatelliten wäre dies nicht möglich“, fasst Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des Raumfahrtmanagements im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Bedeutung der Satellitenkommunikation zusammen. Doch wie können diese Datenmengen auch in Zukunft sicher rund um den Globus transportiert werden? Diese und weitere Fragen stellen sich die mehr als 300 Teilnehmer der 5. Nationalen Konferenz Satellitenkommunikation in Deutschland.

Licht- statt Radiowellen – rasante Datenübertragung via Laser

Bislang werden Daten „klassisch“ per Funkwellen zur Erde übertragen. Doch die Funkfrequenzen sind begrenzt und die bestehenden Kapazitäten müssen verteilt werden. Bei dem wachsenden Datenverkehr wird diese Bandbreitengrenze bald erreicht sein. „Eine Lösung dieses Datenengpasses ist die Übertragung mit Lichtwellen. Deutschland hat hier weltweit eine Spitzenposition inne. In Kürze werden bereits elf dieser Laser Communication Terminals (LCT) im Orbit sein“, betont Dr. Gerd Gruppe. Die baden-württembergische Firma Tesat Spacecom baut diese LCT, die auch Teil von Europas neuer Datenautobahn im All sind: Im „European Data Relay System“ – kurz EDRS – übertragen Satelliten die Daten in Echtzeit per Laser zu Relaisknoten im All und von dort dann zu Bodenstationen auf der Erde. „In weniger als 20 Minuten können hochaufgelöste Bilder der Erdbeobachtungssatelliten im europäischen Sentinel-Programm dem Endnutzer zur Verfügung stehen – ohne Datenrelais via EDRS und LCT undenkbar“, erklärt Dr. Roland Wattenbach, Leiter der Abteilung Satellitenkommunikation im DLR Raumfahrtmanagement. Inzwischen wird an der Miniaturisierung der Lasertechnik gearbeitet, sodass sie auch auf kleinsten Satelliten im erdnahen Orbit eingesetzt werden kann. Erste Terminals werden in Kürze im All sein. Auch hier sind deutsche Firmen weltweit aktiv. {…}

Vollständiger Artikel des Deutschen Zentrums für Raum- und Luftfahrt