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Operation von Tumoren

1,9 Millionen Euro vom BMBF für internationale Studie bewilligt

Die Behandlung von Tumoren im Bereich des Übergangs von Speiseröhre zu Magen (Cardia) stellt Chirurgen weltweit vor große Herausforderungen. Nach wie vor ist unklar, ob diese sogenannten Cardia-Tumore eher zu den Speiseröhrentumoren oder zu den Magentumoren gehören. Um für diese Eingriffe die optimale operative Strategie zu finden, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nun eine internationale Studie unter Führung der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Uniklinik Köln mit einem Gesamtbudget von 1,9 Millionen Euro.

Cardia-Tumore können zurzeit mit zwei unterschiedlichen Operationsverfahren behandelt werden. Entweder wird die Speiseröhre oder der Magen mit dem unteren Anteil der Speiseröhre entfernt. Ziel beider Operationen ist die vollständige Entfernung des Tumors. Die Verfahren unterscheiden sich durch die möglichen Komplikationen, die zu einer unterschiedlichen Lebensqualität im weiteren Verlauf nach der Operation führen.

Bei der Speiseröhrenentfernung (Ösophagektomie) wird über einen Zugang über den Bauch- und über den Brustraum die Speiseröhre mit dem oberen Magenanteil und den umgebenden Lymphknoten entfernt. Um die Funktion der Speiseröhre zu ersetzen, wird aus dem Magen ein schlanker Schlauch gebildet und als Ersatzorgan in den Brustkorb hochgezogen. Bei der erweiterten Magenentfernung (transhiatal erweiterte Gastrektomie) wird der untere Speiseröhrenanteil und der gesamte Magen entfernt. Die Speiseröhre wird daraufhin mit dem Dünndarm verbunden. Beide Verfahren können offen oder in der sogenannten Schlüsselloch-Technik durchgeführt werden und ermöglichen eine vollständige Entfernung des Tumors. Sie sind allerdings mit unterschiedlichen Risiken und Komplikationen behaftet. Bisher konnte nicht wissenschaftlich erfasst werden, welche der beiden Operationen sich besser zur Behandlung der Übergangs-Tumoren eignet. Beide Operationen werden in den aktuellen Behandlungs-Leitlinien als gleichwertige Behandlungsmethoden empfohlen. Ziel der geplanten Studie ist es daher, die beiden Verfahren hinsichtlich der Heilungsraten und der resultierenden Lebensqualität zu vergleichen. {…}

Vollständige Quelle: Uniklinik Köln