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Neue Verfahrenstechnik

Kunststoffstrang statt gefräster Facette

Neue Methode zur Verbindung von Brillenglas und Brillenfassung: Eine elastische Verbindung von Brillenglas und Brillenfassung statt der starren Verbindung durch Facette und Nut – mit diesem Konzept haben Absolventen der TH Köln das Unternehmen Shape Engineering GmbH gegründet.

Bei ihrer patentierten Methode zur Brillenglasbearbeitung wird Material nicht nur weggefräst, sondern auch in einer Art 3D-Druck-Prozess hinzugefügt. Damit vereinfachen die Gründerinnen und Gründer den Fertigungsprozess, erhöhen die Sicherheit und erweitern den Gestaltungsspielraum von Brillendesignern. Gefördert werden sie durch das Programm EXIST-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

„Mit unserem Verfahren wollen wir die Brillenfertigung revolutionieren und neue Qualitätsmaßstäbe setzen. Anstatt eine Facette aus dem Brillenglas herauszuarbeiten, tragen wir auf den Glasrand einen dünnen Kunststoffstrang auf, der die Funktion der Facette übernimmt. Als Kunststoff nutzen wir ein Photopolymer, das unter UV-Licht in Sekunden aushärtet. So erreichen wir eine stabile und spannungsfreie Verbindung von Glas und Fassung“, erklärt Geschäftsführer Christian Pöpperl, der das Team der Shape Engineering GmbH zusammen mit der kaufmännischen Leiterin Carina Kühl und dem Entwicklungsingenieur Simon Nijmeijer bildet.

{…} Zudem akquirieren sie Entwicklungsaufträge aus der augenoptischen Industrie. In dieser Zeit werden sie weiterhin Räumlichkeiten der TH Köln nutzen. „Wir möchten nicht nur in der Gründungsphase, sondern dauerhaft mit unserer Hochschule verbunden bleiben und streben auch langfristig Forschungskooperationen an“, so Pöpperl. {…}

Vollständige Meldung der TH Köln

Ein Interview vom Hochschulnetzwerk NRW mit dem Geschäftsführer Christian Pöpperl finden Sie hier.