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Neue Väter – gibt es sie?

Selbstverständnis und Bedürfnisse von Vätern im öffentlichen Dienst

Wie leben Väter, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind? Welche Eigenschaften schreiben sie sich zu? Wie gestaltet sich für sie der Spagat zwischen Beruf und Familie? Wie zufrieden sind sie mit den Angeboten ihres Arbeitgebers zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Nutzen sie diese Möglichkeiten überhaupt? Diesen Fragen wurde in 80 Interviews mit Vätern beim Landschaftsverband Rheinland nachgegangen. Prof. Dr. Bettina Franzke hat in diesem Zusammenhang Daten aus einem studentischen Projekt detailliert analysiert.

Die Ergebnisse zeigen, dass unter den Befragten eine große Vielfalt an Lebensweisen und Identitäten vertreten ist. Dabei sind erste Ansatzpunkte für sogenannte neue Vaterschaft zu erkennen: In ihrer Wertehierarchie steht für die meisten Väter die Familie klar vor dem Beruf, mehr als die Hälfte von ihnen nimmt heute Elternzeit.
Im Umgang mit den Kindern beanspruchen viele Väter emotionale und fürsorgliche Attribute. Gleichzeitig werden weiterhin traditionelle Rollen praktiziert: Die Mehrheit der Väter lebt im Hauptverdiener-Zuverdienerin-Modell. Nur eine Minderheit ist bereit, die Arbeitszeit zugunsten der Familie zu reduzieren. Der Verzicht auf Einkommen ist für fast keinen Vater realisierbar. Die Rolle des Ernährers und Versorgers ist weiterhin fester Bestandteil der männlichen Identität.

Öffentliche Arbeitgeber können die Ergebnisse nutzen, um ihre Personalstrategien, Arbeitszeitmodelle sowie Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Bezug auf Väter weiterzuentwickeln. Den Forschungsbericht finden Sie hier.

Vollständige Quelle: HSPV NRW | Seite 2