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Neue Sonderforschungsbereiche

Grundlagenforschung zu Aortenerkrankungen und Lunge

Die medizinische Forschung an der Universität zu Köln wird durch zwei großformatige Drittmittelprojekte gestärkt. Ein Sonderforschungsbereich und ein SFB/Transregio wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Millionenhöhe zur Förderung für zunächst vier Jahre empfohlen. Sie widmen sich ab Juli den biomedizinischen Grundlagen der Früherkennung und Behandlung von erkrankten Aorten und der medikamentösen Behandlung von Lungenkrebs.

Der Sonderforschungsbereich „Mechanismen der Medikamenten-Empfindlichkeit und Resistenz beim kleinzelligen Bronchialkarzinom“ untersucht die aggressivste Unterart des Lungenkrebses auf einen bislang unentschlüsselten Mechanismus: Obwohl das kleinzellige Bronchialkarzinom anfänglich auf Chemotherapie reagiert, kommt es in den meisten Fällen binnen kürzester Zeit zu einem therapieresistenten Wiederauftreten des Tumors. Die Ursachen für die hohen Rückfallquoten sind bislang kaum bekannt.

Sprecher Professor Dr. med. Roman Thomas, Direktor des Institutes für Translationale Genomik an der Medizinischen Fakultät, erklärt: „Das Bronchialkarzinom ist eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen des Menschen. Wir wollen den Tumor auf molekularer Ebene analysieren, um mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse die Erfolgschancen der Behandlung zu verbessern. {…}“

Im Transregionalen Sonderforschungsbereich 259 „Aortenerkrankungen“ arbeiten Grundlagen- und klinische Forscherinnen und Forscher an den Universitäten Bonn, Düsseldorf und Köln gemeinsam daran, das lückenhafte Verständnis fundamentaler Prinzipien in der Pathogenese von aortalen Erkrankungen zu erweitern. Unter Leitung von Professor Dr. Georg Nickenig von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn werden pathophysiologische Mechanismen, also krankhaft veränderte Funktionen der Hauptschlagader, untersucht.

Co-Sprecher ist Professor Dr. med. Stephan Baldus von der Medizinischen Fakultät Köln, der am Herzzentrum der Uniklinik praktiziert. {…} „Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Aortenklappenstenose – dem am häufigsten vorkommenden Herzklappenfehler. Darüber hinaus widmen wir uns hier am Standort Köln den genetischen und inflammatorischen Mechanismen für die Entstehung des Aortenaneurysmas, also der krankhaften Erweiterung der Hauptschlagader. In Zukunft wollen wir hier neue pharmakologische, interventionelle und operative Behandlungsstrategien entwickeln, einem derzeit großen Manko in der Versorgung dieser Erkrankungen.“ {…}

Vollständige Quelle: Uni Köln