© MPI für Biologie des Alterns

Mechanismus getestet

Kleines Enzym hält Zellen im Gleichgewicht

Wenn es uns gesundheitlich gut geht und unser Körper alles hat, was er braucht, so sind auch die Zellen im Gleichgewicht. Aber was passiert in Stresssituationen wie Nahrungsmangel? Wie sind die Ausnahmezustände reguliert? Auf diese spannenden Fragen haben nun Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns in Köln Antworten gefunden, die selbst andere Wissenschaftler zum Staunen bringen.

In jeder Zelle unseres Körpers gibt es Mitochondrien, kleine Zellorganellen, die als Kraftwerke der Zelle bekannt sind, da hier die Energiegewinnung stattfindet. Im Gegensatz zu allen anderen Zellorganellen besitzen Mitochondrien nicht nur ihr eigenes Erbgut, die DNA, sondern dieses liegt auch noch in zahlreichen Kopien vor. In Stressphasen, zum Beispiel bei Nahrungsmittelknappheit, wird die Anzahl der DNA-Kopien allerdings verringert und die DNA Bausteine im Recyclingsystem der Zelle zurückgewonnen.

Obwohl der Abbau mitochondrialer DNA seit langem bekannt ist, blieb unklar, welcher Mechanismus dahintersteckt und welches Enzym für den Abbau verantwortlich ist: „Die mitochondriale DNA Polymerase selber, die für die DNA Synthese und Qualitätssicherung zuständig ist, baut sie auch wieder ab“ erklärt Max-Planck-Forschungsgruppenleiter Martin Graef und fügt hinzu: „Dies war wirklich unerwartet, und Experten im Feld haben uns sogar davon abgeraten,  diesen möglichen Mechanismus zu testen, weil es ihnen als so unwahrscheinlich erschien“. {…}

Vollständige Meldung des MPI für Biologie des Alterns