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Marsmaulwurf

Erkundung des Marsinneren

Der Marsmaulwurf HP3 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird sich in wenigen Monaten erstmals vollautomatisch bis zu fünf Meter tief in den Untergrund des Roten Planeten graben und seinen inneren Aufbau erkunden. {…} Die Wissenschaftler wollen verstehen, wie sich das Innere des Mars entwickelt hat, ob er noch immer über einen heißen flüssigen Kern verfügt und was die Erde im Vergleich so besonders macht.

„Wir freuen uns, dass das DLR mit HP3 als eines der drei Hauptexperimente einen bedeutenden Beitrag zur NASA-Mission InSight beisteuert und damit eine Schlüsselrolle bei der gemeinsamen Erkundung des Marsinneren einnimmt“, sagt die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Pascale Ehrenfreund beim Start in Kalifornien und Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstandsmitglied für Raumfahrtforschung und -technologie, ergänzt: „Der heutige erfolgreiche Start ist das Ergebnis einer mehr als sechsjährigen herausragenden Gemeinschaftsleistung von sieben DLR-Instituten und Einrichtungen, die die Entwicklung dieser hochspezialisierten ressourcensparenden Grabungstechnologie erst möglich gemacht haben.“

Die Forscher wollen das Innere des Mars und seine Vergangenheit genauer entschlüsseln. „Bisher wissen wir nur ungenau, wie und mit welcher Beschaffenheit sich der Mars in Kern, Mantel und Kruste unterteilt und warum sich die Dynamik seiner inneren Entwicklung im Vergleich zur Erde so rasch abschwächte“, sagt der Leiter des Experiments HP3 Prof. Tilman Spohn vom DLR-Institut für Planetenforschung. „Das wollen wir mit den geplanten Messungen im Marsboden genauer untersuchen und damit auch die Entwicklung unserer Erde und erdähnlicher Planeten in unserem Sonnensystem und in anderen Planetensystemen besser verstehen.“ {…}

Vollständige Meldung des DLR