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Karl-Schwarzschild-Preis

Kölner Physiker für Lebenswerk zur Gravitationsphysik geehrt

Der mit 10.000 Euro dotierte Karl-Schwarzschild-Preis 2019 geht an Professor Dr. Friedrich W. Hehl, der bis 2002 am Institut für Theoretische Physik der Universität zu Köln lehrte und weiter in der Forschung aktiv ist. {…}

Friedrich W. Hehl hat in herausragender Weise in mehr als vier Jahrzehnten die theoretischen Grundlagen der allgemeinen Relativitätstheorie (ART) untersucht, insbesondere hat er Erweiterungen von Einsteins ART geschaffen, um die Verdrehung (Torsion) der Raum-Zeit einzubeziehen, die Einstein einst vernachlässigt hatte. {…}

Hehl hatte seit 1975 in Köln eine Arbeitsgruppe zu den Themen Relativitäts- und Gravitationstheorie und Computeralgebra aufgebaut. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die Schwerkraft (Gravitation) in Raum und Zeit zu beschreiben, zu verstehen und in die Gesamtphysik einzuordnen. Schwerpunkte von Hehls Forschung sind die Elektrodynamik, Gravitation, Computeralgebra und die Physik Schwarzer Löcher.

Der Karl-Schwarzschild-Preis wird vom Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS), dem Fachbereich Physik der Goethe-Universität Frankfurt und der Walter Greiner Gesellschaft zur Förderung der physikalischen Grundlagenforschung (WGG) verliehen. Mit dem Preis wird an den berühmten Frankfurter Astrophysiker Karl Schwarzschild erinnert, der im Dezember 1915 die nach ihm benannte Lösung von Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie berechnete.

Vollständige Quelle: Uni Köln