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Höhenluft in Schräglage

Studie in 4554 Metern Höhe

Ein Keil-Kissen, auf dem der Oberkörper um 30 Grad erhöht liegt, könnte eine Lösung sein. Eine Lösung gegen Atemnot, Kopfschmerzen und Übelkeit, wenn Bergsteiger innerhalb kurzer Zeit in große Höhen aufgestiegen sind. Im August 2016 hatten Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf der italienischen Schutzhütte Regina Margherita in den Walliser Alpen an zehn ausgewählten Probanden erforscht, welche Mechanismen im menschlichen Körper die Höhenkrankheit auslösen. Nun, im August 2017, soll an einer großen Zahl  Bergsteiger getestet werden, ob Schlafen mit erhöhtem Oberkörper eine einfache und wirksame Maßnahme  gegen die Symptome der akuten Höhenkrankheit ist. „Die meisten Bergsteiger beugen der Höhenkrankheit mit Medikamenten vor – diese haben allerdings auch Nebenwirkungen“, erläutert Studienleiter Dr. Ulrich Limper vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. „Die Hochlagerung ist bereits erfolgreich bei Patienten auf Intensivstationen und könnte auch beim Sauerstoffmangel in der Höhe effektiv sein.“

Erhält der menschliche Körper zu wenig Sauerstoff, startet er automatisch ein Hilfsprogramm: Er erhöht die Durchblutung, um mit der größeren Menge Blut auch das Sauerstoffangebot zu steigern. Dafür weiten sich im Kopf die Arterien. „Allerdings scheint das Abflusssystem nicht darauf ausgelegt zu sein, daher staut sich das Blut im Kopf.“ Das Ergebnis ist Bergsteigern aus eigener Erfahrung bekannt: Kopfschmerzen und Übelkeit, die durch diese Reizung der Gehirnstruktur ausgelöst werden. {…}

Vollständiger Artikel des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt