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Herausforderungen durch Corona: FOM

Studierende erarbeiten Lerninhalte im Selbststudium

Wie reagieren Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen in Köln auf die aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Krise? Das haben wir die Mitglieder der Kölner Wissenschaftsrunde gefragt. Wie die Hochschule für Oekonomie & Management FOM mit der Krise umgeht, dazu ein Beitrag von Thomas Kirschmeier:

Wir haben den Studienbetrieb nicht eingestellt. Als größte private Hochschule in Deutschland mit über 55.000 Studierenden und konkret mit unserem FOM Hochschulzentrum in Köln mit über 4000 berufsbegleitend Studierenden hat uns die Corona-Krise voll erwischt, denn unser Semester hat am 1.März begonnen. Wir haben binnen Tagen unseren gesamten Präsenzunterricht – in Köln und allen anderen 32 Hochschulzentren in Deutschland – komplett auf unseren Online-Campus und ergänzende digitale Lehr- und Lernformen umgestellt. Ganz wichtig für unsere Studierenden: Wir haben den Studienbetrieb nicht eingestellt, sondern eine Lernortverschiebung vorgenommen: Vom Präsenzunterricht im Hörsaal in die digitale Welt, mit direkter und intensiver Betreuung durch unsere Professorinnen und Professoren, Dozentinnen und Dozenten – mit Lernhinweisen, Cases, Übungsaufgaben, Lernkontrollfragen, usw, usw.

Viele Lehrende setzen Webinare und Videokonferenzen mit ihren Studierenden um. Wir haben unseren zentralseitigen Support zunächst auf den Anbieter Cisco Webex ausgerichtet, da dieser sowohl virtuelle Sprechstunden, virtuelle Workshops, virtuelle Vorlesungen und auch die Aufzeichnung von Lehrvideos ermöglicht. Auch dabei stellen die Lehrenden für die Studierenden Lernpakete zusammen, und zwar pro ursprünglichem Veranstaltungstermin und mit eindeutigen Regieanweisungen. Dies mit dem klaren Ziel, dass die Studierenden die Lerninhalte sukzessive im strukturierten Selbststudium erarbeiten können. Erste Rückmeldungen von Studierenden, auch auf unseren Social Media Seiten zeigen, dass dies sehr positiv aufgenommen wird. Wir tun als Hochschule alles, damit die Studierenden Ihre Studienziele trotz der aktuell außergewöhnlichen Situation erreichen können

Und unsere Mitarbeitenden: Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller Abteilungen, in der Verwaltungszentrale und an den Standorten, haben wir das Projekt gemeinsam gestemmt. Alle haben anstandslos mit angepackt. Mittlerweile arbeitet ein Teil der Mitarbeitenden aus allen Abteilungen im Home Office, schon aus Sicherheitsgründen, damit nicht irgendwann die gesamte Mannschaft ausfällt. Ein Krisenstab berät jeden Tag mit Hochschulleitung und Geschäftsführung über die aktuelle Lage und darüber, wie wir das Onlineangebot und die digitalen Tools für unsere Studierenden weiter optimieren können. Und ja, sobald die Krise wieder vorbei ist, werden wir wieder unseren bewährten Präsenzunterricht anbieten, mit Praxis- und Theorietransfer und mit unterschiedlichen Zeitmodellen, damit die Berufstätigen wieder optimale Voraussetzungen für ihr berufsbegleitendes Präsenz-Studium in den Hochschulzentren vorfinden.

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Thomas Kirschmeier ist Geschäftsbereichsleiter Presse und Information der Hochschule für FOM Oekonomie & Management. Wir danken ihm für das Statement.