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Herausforderungen durch Corona: FHM

Fast wie Präsenzlehre – nur online

Wie reagieren Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen in Köln auf die aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Krise? Das haben wir die Mitglieder der Kölner Wissenschaftsrunde gefragt. Wie die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) mit der Krise umgeht, dazu ein Beitrag von Inga Hörttrich:

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) hat aufgrund der Corona-Krise als eine der ersten Bildungseinrichtungen in Deutschland bereits am 16. März den kompletten Studienbetrieb auf die Onlinelehre umgestellt. Alle 95 Professoren und knapp 400 Lehrende aus der freien Wirtschaft bieten nun für alle 5.000 Studierenden das Studium komplett in Live-Onlineveranstaltungen an. Alle Dozenten haben eine Schulung zur Onlinelehre erhalten und werden weiter kontinuierlich geschult – sofern sie nicht sowieso schon weitreichende Erfahrungen auf diesem Gebiet haben. So wird die Onlinelehre auch didaktisch stetig verbessert. Da die FHM seit 15 Jahren weitreichende Erfahrung und Expertise im Bereich der Onlinelehre hat, konnte die komplette Umstellung reibungslos und schnell erfolgen.

Die Onlinelehre an der FHM geht dabei noch einen Schritt weiter, als es an vielen anderen Hochschulen in Deutschland der Fall ist. Hier gibt es nicht nur Online-Aufgaben, welche die Studierenden alleine zuhause erledigen, sondern es findet ein reger Austausch im virtuellen Raum statt. Alle Vorlesungen an der FHM werden als echte, interaktive Veranstaltungen angeboten, bei denen Lehrende und Studierende im Echtzeit-Unterricht aufeinandertreffen – nichts fällt aus. Von den Studierenden kommen dazu durchweg positive Rückmeldungen.

Durch die kleinen Studiengruppen gibt es an der FHM einen besonderen, persönlichen Austausch und einen hohen Grad an Interaktionen – das gilt auch für die Onlinelehre. Alle FHM-Studierenden arbeiten in Video- und Audiopräsenz in virtuellen Räumen, diskutieren in Gruppen miteinander, lauschen dem Vortrag der Lehrenden, beantworten Fragen oder halten Referate online. Sie alle nutzen eine Technologie, die für viele neu und ungewohnt ist und begeben sich damit mutig auf ungewohntes Terrain, was besonders an die Moderation dieser Veranstaltungen durch die Lehrenden hohe Anforderungen stellt. Lehrende und Studierende gehen die neue Situation gemeinsam an, füllen den virtuellen Raum mit Leben und machen die Online-Vorlesungen zu interaktiven, lehrreichen und unterhaltsamen Veranstaltungen.

In Zahlen heißt das: An der FHM gibt es derzeit 289 Studiengruppen. Für diese wurden seit Krisenbeginn rund 14.500 Unterrichtsstunden Onlinelehre durchgeführt (Stand 9. April). Dazu werden seitdem 200 virtuelle Räume genutzt, der Zugang erfolgt für die Studierenden über das Campus Management System Trainex. Und nicht nur das: Insgesamt stehen den Studierenden hier außerdem 81.000 Lehrmaterialien online zur Verfügung. Die FHM setzt damit die komplette Onlinelehre in Veranstaltungsform um.
An der FHM können alle Studierenden also das laufende Trimester und damit ihr Studium in der geplanten Zeit abschließen. Sobald die Klausuren nach den staatlichen Regelungen wieder in Präsenz möglich sind, finden diese unter Berücksichtigung besonderer hygienischer Anforderungen in der Hochschule statt. Bis dahin bietet die FHM eine gleichwertige Lösung für die Umsetzung der Klausuren sowie für alle Kolloquien-, Bachelor- und Master-Prüfungen an.

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Inga Hörttrich, M.A., ist im Bereich Presse- und Medienarbeit an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) tätig. Wir danken ihr für das Statement.